Trotz Verlusten "geiles Leben" hinter sich

Schauspieler Fierek: Danke jeden Morgen dem lieben Gott

Veröffentlicht am 22.06.2026 um 12:25 Uhr – Lesedauer: 

München ‐ Jeden Morgen dankt Schauspieler Wolfgang Fierek dem lieben Gott, dass er seine Augen aufmachen darf, wie er sagt. Auch wenn der 75-Jährige Verluste und Tiefen erlebt hat, sei er doch zufrieden, wie alles gelaufen ist.

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Wolfgang Fierek (75), bayerischer Schauspieler und Harley-Davidson-Fan, hat nach eigenen Worten durch jahrelanges Motorradfahren Demut, Dankbarkeit und Geduld gelernt. Dazu gehöre für ihn auch, keine Angst mehr vor dem Scheitern oder dem Urteil anderer zu haben, sagte Fierek der Münchner "Abendzeitung".

Auf weiten Strecken mit dem Motorrad – am besten alleine – könne man über sich und das Leben reflektieren, so der Schauspieler. "Da bin ich mit der Natur und der Straße beschäftigt, welche Abzweigungen ich nehme, muss nicht ans Telefon und komme in eine ganz andere Bewusstseinsebene." Früher habe ihn die Furcht vor bestimmten Dingen oft ausgebremst, so Fierek. Inzwischen habe er gelernt, auf sein Herz zu hören.

Tod des Vaters schwer verkraft

Er habe ein "geiles Leben" hinter sich, lautet Fiereks Bilanz. "Das wird mir jeden Morgen bewusst, wenn ich dem lieben Gott danke, dass ich wieder meine Augen aufmachen darf." Er habe auch einige Tiefen erlebt: seinen Unfall, den Verlust der Familie, "Papa, Mama, Bruder". Den Tod seines Vaters 1987 habe er zwei Jahre lang nur schwer verkraften können.

Ein Medium habe ihm damals zu einem Erinnerungstattoo geraten, sagte das bayerische Original. Daraufhin habe er sich "Born to be free" (Geboren, um frei zu sein) mit den Lebensdaten seines Vaters am rechten Oberarm stechen lassen. "Seither habe ich loslassen können, und der Schmerz ist besser geworden."

Unter dem Titel "Born to be Fierek. Mein Leben mit Lederjacke, Leberkäs und Harley Davidson" erscheint am 23. Juni Fiereks neues Buch mit dem Journalisten Volker Wolf. Der Schauspieler ist bekannt unter anderem aus TV-Serien wie "Ein Bayer auf Rügen", "Monaco Franze" und "Tierarzt Dr. Engel". Entdeckt hat ihn der Filmemacher Klaus Lemke. Für diesen stand er unter anderem für die Filme "Idole", "Arabische Nächte" und "Flitterwochen" vor der Kamera. (KNA)