"Brauche kein Handy, solang mein Hirn funktioniert"

Reisetipp des Papstes: Karten lesen lernen statt Navi

Veröffentlicht am 22.06.2026 um 17:23 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Schon als Student galt der Chicagoer Robert Prevost als begeisterter Autofahrer. Später lernte er als Seelsorger und Leiter des Augustinerordens die Welt kennen – manchmal mit Hindernissen, berichtet der heutige Papst.

  • Teilen:

Papst Leo XIV. rät, sich gerade auf Reisen nicht allein auf Smartphone und Navigationssystem zu verlassen. "Als Kinder lernten wir alle, Straßenkarten zu lesen", berichtete der gebürtige Chicagoer am Montag vor Jungen und Mädchen des vatikanischen Sommerferiencamps. So habe man vor Reisen auf der Karte immer die beste Route gesucht.

"Heute schalten wir alle das Navi im Auto oder auf dem Handy ein und fahren los", so der Papst, der als Leiter des Augustinerordens sehr viele Länder weltweit besucht hat. Doch das Navi habe ihn mehrmals in seinem Leben auf die falsche Straße geführt, in Europa, in Peru "und sogar einmal in den USA", berichtete der 70-Jährige. "Ich blieb stecken und konnte mein Ziel nicht erreichen."

Sein Tipp an die Kinder: "Es ist wichtig, nicht allzu abhängig von der Technik zu sein." Lieber selbst erkennen können, wohin einen die Straße oder das Leben führt. "Lernt fleißig, nutzt die Fähigkeiten, die Gott uns gegeben hat!", riet Leo XIV. "Ich brauche kein Handy, solange mein Gehirn funktioniert!" (KNA)