Orden will sich internationaler aufstellen

Würzburger Erlöserschwestern haben neue Generaloberin

Veröffentlicht am 24.06.2026 um 11:40 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Die Würzburger Erlöserschwestern geben sich eine neue Leitung – und machen ihr internationales Gesicht sichtbarer. Doch auch die Apostolische Visitation wird die Amtszeit prägen.

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Die Würzburger Kongregation der Schwestern des Erlösers stellt sich internationaler auf und bekommt erstmals eine Generaloberin aus Tansania. Zur Nachfolgerin von Schwester Monika Edinger (Foto oben, rechts) wählte das Generalkapitel Schwester Tadea Mpanda (Foto oben, 2. v. r.), teilte die Kongregation am Mittwoch mit. Zudem wurde die Generalleitung neu besetzt.

Edinger durfte nach der laufenden Amtszeit Amtszeit nicht nochmal antreten, sie wird nun Generalvikarin und Regionaloberin der Region Deutschland. Als Generalassistentinnen wurden Schwester Maryanne King (Foto oben, links) aus den USA sowie Schwester Veronika Timalias (Foto oben, 2. v. l.) und Schwester Secilia Luwongo aus Tansania gewählt.

Mehr Zusammenarbeit

Es wurde zudem beschlossen, die internationale Zusammenarbeit auf allen Ebenen weiter zu stärken und zu vertiefen. "Künftig sollen verstärkt internationale Kommunitäten entstehen, in denen Schwestern aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen gemeinsam leben und wirken", so King. "Durch dieses Miteinander möchten wir das gegenseitige Verständnis weiter fördern, das gemeinsame Charisma vertiefen und neue Wege für die Sendung der Kongregation eröffnen." Auch die Ordensausbildung neuer Schwestern soll stärker international ausgerichtet werden.

Die Erlöserschwestern gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie gehen auf Elisabeth Alphonsa Maria Eppinger zurück, Niederlassungen gibt es neben Deutschland in den USA und Tansania. Momentan wird der Orden vom Vatikan visitiert. Weitere Details dazu teilte die Gemeinschaft bislang nicht mit. 2021 gab es Vorwürfe gegen den Orden wegen mutmaßlich ritueller Missbrauchshandlungen in einem Kinderheim, die aber nicht belegt werden konnten. Der Orden kündigte damals an, Vorwürfe durch eine Aufarbeitungskommission untersuchen zu wollen. In einem Fall von sexuellem Missbrauch und schwerer körperlicher Züchtigung wurde eine Anerkennungsleistung gezahlt. (cph)