Kommission und Diözese erwarten langes Verfahren gegen Generalvikar

Das kirchliche Verfahren gegen den Innsbrucker Generalvikar Roland Buemberger wird laut Diözese noch einige Monate dauern. Das berichtete der ORF am Dienstag. Aufgrund nicht näher genannter Vorwürfe gegen ihn lässt Buemberger seine Ämter vorerst ruhen. Die kirchlichen Verfahrensschritte seien eingeleitet worden, betonte die Diözese am Wochenende. Der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler hatte zudem eine kirchenrechtliche Voruntersuchung veranlasst. Glettler will sich nicht weiter zu dem Fall äußern.
Auch die für Missbrauchsbetroffene im Raum der Kirche zuständige Klasnic-Kommission bestätigte dem ORF, in den Fall eingeschaltet worden zu sein. "Die Unabhängige Opferschutzanwaltschaft und Kommission haben sich bereits ausführlich mit der Causa befasst. Eine finale Entscheidung sollte zeitnah erfolgen", teilten sie demnach mit. Die Kommission bewertete die Maßnahmen Glettlers als "richtigen Schritt" und hoffe auf ein "rasches Ergebnis der kirchenrechtlichen Untersuchung".
Die Diözese erklärte laut ORF zudem, dass die im Raum stehenden Vorwürfe Überraschung und Betroffenheit ausgelöst hätten. Zugleich wurde betont, dass die Vorwürfe zeitlich vor der Tätigkeit Buembergers als Generalvikar liegen. Auslöser für den Fall war eine Meldung bei der unabhängigen Ombudsstelle der Diözese. (cbr)