Sonderweg für Deutschland erhofft

ZdK-Mitglied Arnold: Vatikanisches Verbot der Laienpredigt ist falsch

Veröffentlicht am 30.06.2026 um 11:45 Uhr – Lesedauer: 

Köln ‐ Rom hat daran erinnert, dass die Schriftauslegung in Eucharistiefeiern Priestern und Diakonen vorbehalten bleibt. Aus Sicht des Theologen und ZdK-Mitglieds Thomas Arnold geht das an der Praxis vorbei.

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Thomas Arnold vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat sich bedauernd über die römische Entscheidung gegen die Laienpredigt geäußert. Er hätte sich einen Sonderweg für den Bereich Deutschlands, vielleicht auch Europas erhofft, sagte Arnold, Mitglied des Laiengremiums, am Dienstag im Deutschlandfunk. Jetzt gebe es eine Situation, in der Nichtkleriker weiterhin in Eucharistiefeiern biblische Texte auslegten, auch mit Duldung von Priestern. Ihm wäre lieber gewesen, wenn es dafür klare Genehmigungen gäbe, "so dass rechtlich eingeholt wird, was in der Praxis schon längst üblich ist", sagte Arnold, der selbst promovierter Theologe ist.

Es sei "kein Zustand", dass qualifizierte Frauen ausgeschlossen würden, sagte Arnold. Nach seiner Meinung müssten Personen nach ihrer Qualität einbezogen werden "und nicht nach Geschlecht oder nach Weihezustand". Eine Weihe qualifiziere nicht automatisch zur Predigt. Die Kirche sei gut beraten, wenn alle, die durch theologische Studien entsprechend vorbereitet seien, auch für Glaubensverkündigung zur Verfügung stünden.

Arnold sprach sich für einen Streit über die Themen aus und für klare Regelungen. Auch ein Nein aus Rom sei konkret. "Damit kann man arbeiten, damit kann man auch weiter Gespräche suchen", sagte Arnold. (KNA)