Papst Leo XIV. überarbeitet Franziskus-Reform für Bistum Rom
Papst Leo XIV. hat die Reformen seines Vorgängers Franziskus zum Bistum Rom überarbeitet. Qua Amt ist der Bischof der italienischen Hauptstadtdiözese der Papst. Am Dienstag veröffentlichte der Vatikan das entsprechende Schreiben "Confirma fratres tuos" als Überarbeitung der Konstitution "In ecclesiarum communione". Anfang 2023 hatte Papst Franziskus (2013–2025) damit die Leitungsstruktur seiner Diözese neu geordnet und die Führung enger an die eigene Person gebunden.
Eine Neuerung der überarbeiteten Fassung ist die Position des "Moderator curiae". Leo XIV. stellt ihn seinem Kardinalvikar Baldassare Reina, der das Bistum faktisch für ihn leitet, für administrative Aufgaben an die Seite. Ernannt für fünf Jahre koordiniert er die Aktivitäten des Vikariats und wacht über die ordnungsgemäße Erfüllung der dem Personal übertragenen Aufgaben.
Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Leo XIV. die von seinem Vorgänger durchgesetzte Neuaufteilung des Bistums Rom rückgängig gemacht. Er führte den von Franziskus zuvor aufgelösten Seelsorgebereich des römischen Stadtzentrums wieder ein. Mit 2,6 Millionen Katholiken und 332 Pfarreien ist das Bistum Rom nach Mailand das zweitgrößte in Italien und eines der größten Bistümer in Europa. Bischof ist der Papst, das Bistum untersteht unmittelbar dem Heiligen Stuhl. (KNA)
