Vorsitzende der Bischofskonferenzen kommen nach Rom

Zehn Jahre "Amoris laetitia": Vatikan nennt Themen für Bischofstreffen

Veröffentlicht am 06.07.2026 um 13:20 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Im Oktober versammelt der Papst die Spitzen aller Bischofskonferenzen in Rom, um über Familien zu sprechen. Jetzt hat der Vatikan die genauen Themen bekanntgegeben – und einen Arbeitsauftrag formuliert.

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Das Generalsekretariat der vatikanischen Bischofssynode hat die Themen für das Treffen der Bischofskonferenzvorsitzenden zu Familien im Oktober in Rom bekanntgeben. Demnach sollen die Bischöfe sich gemeinsam mit dem Papst über die Realität und Herausforderungen von Familien, mit jungen Menschen und der Berufung zur Ehe, dem Eheleben und der seelsorglichen Begleitung bei schwierigen familiären Situationen wie Trennung und Scheidung beschäftigen, wie das Synodensekretariat am Montag mitteilte. "Es handelt sich also um einen zutiefst pastoralen Weg, bei dem die Familien im Mittelpunkt stehen – nicht nur als Empfänger der Seelsorge der Kirche, sondern als aktive Subjekte ihrer Mission, durch die das Evangelium in den alltäglichen Beziehungen, Entscheidungen, Kämpfen und Hoffnungen Gestalt annimmt", heißt es in der Ankündigung.

Explizit kündigte der Vatikan dabei fünf thematische Bereiche an, über die reflektiert werden soll: "Familien heute: Realität, Schönheit und Herausforderungen", "Junge Menschen und die Entdeckung der Berufung zur Ehe", "Eheleben. Die ersten Ehejahre: Eine entscheidende Zeit", "In den Schwierigkeiten des Lebens: Begleitung und Unterstützung" sowie "Christliche Familien als Objekte der kirchlichen Mission". Ein vierseitiges Dokument mit weiteren Erläuterungen zu den Themen wurde ebenfalls am Montag veröffentlicht. 

Auch Familien und Experten nehmen teil

Anlass für die Zusammenkunft der Bischofskonferenzvorsitzenden und der Ostkirchen-Bischöfe vom 7. bis zum 14. Oktober ist der zehnte Jahrestag der Veröffentlichung des nachsynodalen Schreibens "Amoris laetitia" von Papst Franziskus (2013-2025) in diesem Jahr. Papst Leo XIV. hatte bereits im März in einem Brief das Dokument seines Vorgängers gewürdigt und angekündigt, sich mit den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen über die Themen des Dokuments austauschen zu wollen. Nähere Details nannte er nicht. Die Versammlung ist keine Bischofssynode, soll vom Synodensekretariat aber "in einem synodalen Stil" vorbereitet werden.

In seiner Mitteilung kündigte der Vatikan an, dass auch Familien und Experten an dem Treffen teilnehmen werden, um ihre Erfahrungen einzubringen. "Aus diesem Grund sind die Bischofskonferenzen und die katholischen Ost-Kirchen eingeladen, in den Monaten vor der Versammlung mit der Reflexion über die vorgeschlagenen Themen zu beginnen und dabei besonderes Augenmerk auf das Zuhören gegenüber den Familien ihrer Ortskirchen zu legen." (cbr)