Bistum kündigt "wesentliche Personalentscheidung" an

Neuer Bischof von Eichstätt wird offenbar am Dienstag bekannt gegeben

Veröffentlicht am 06.07.2026 um 16:00 Uhr – Lesedauer: 

Eichstätt ‐ Seit über einem Jahr wartet Eichstätt auf einen neuen Bischof. Das Warten dürfte bald ein Ende haben: Die Diözese kündigt für Dienstag eine "wesentliche Personalentscheidung" an.

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Der Eichstätter Bischofsstuhl ist seit über einem Jahr vakant. Anscheinend steht jetzt der Nachfolger von Bischof Gregor Maria Hanke fest: Die Diözese kündigte am Montag an, dass am Dienstag um 12 Uhr im Dom eine "wesentliche Personalentscheidung" bekannt gegeben wird. In einem ähnlichen Stil hatte im März auch das Bistum Münster die Bekanntgabe der Ernennung von Bischof Heiner Wilmer angekündigt.

In der Regel tritt ein neuer Diözesanbischof innerhalb weniger Monate sein Amt an. Ist der Ernannte noch kein Bischof, hat er vier Monate Zeit bis zur Besitzergreifung seiner Diözese, ist er bereits Bischof, sind es nur zwei Monate. Der Heilige Stuhl gewährt aber bei Bedarf längere Übergangsfristen. Bis zum Amtsantritt wird das Bistum Eichstätt weiterhin von Dompropst Alfred Rottler als Diözesanadministrator geleitet.

Papst ernennt bayerische Bischöfe frei

Gemäß dem Bayerischen Konkordat gibt es in den bayerischen Diözesen kein Wahlrecht des Domkapitels, anders als in den anderen Diözesen Deutschlands. Der Papst ernennt den neuen Diözesanbischof daher frei. Die bayerischen Domkapitel können lediglich eine Liste mit aus ihrer Sicht geeigneten Kandidaten beim Vatikan einreichen.

Das Bistum Eichstätt ist seit dem Rücktritt von Bischof Hanke am Pfingstsonntag des vergangenen Jahres vakant. Mit gut 330.000 Katholiken gehört es zu den kleineren Bistümern. Auf seinem Gebiet liegt die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die einzige katholische Universität Deutschlands. Bekannt ist Eichstätt außerdem für das Collegium Orientale, ein Studienkolleg für Priesterkandidaten verschiedener Ostkirchen. Es ist weltweit das einzige Seminar, an dem Mitglieder katholischer, orthodoxer und altorientalischer Ostkirchen gemeinsam studieren. In den vergangenen Jahren war Eichstätt vor allem durch einen Finanzskandal und Sparzwänge geprägt. (fxn)