"Sehr gute Voraussetzungen"

Bistum Eichstätt hat einen neuen Bischof – Amtsbrüder gratulieren

Veröffentlicht am 07.07.2026 um 15:40 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Über ein Jahr lang musste Eichstätt warten – nun hat das Bistum mit Christian Würtz bald wieder einen Bischof. Seine deutschen Amtsbrüder gratulieren und sehen beste Voraussetzungen für die künftigen Aufgaben.

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Mehrere deutsche Bischöfe und Kirchenvertreter haben dem künftigen Bischof von Eichstätt, Christian Würtz, zu seiner Ernennung gratuliert. Der bisherige Freiburger Weihbischof könne "auf eine vielfältige Erfahrung" im priesterlichen Leben und bischöflichen Dienst zurückschauen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Münsters Bischof Heiner Wilmer (Foto oben), am Dienstag. In Eichstätt warteten viele Herausforderungen. "Ich bin der festen Überzeugung, dass Deine wissenschaftliche Ausbildung, Deine langjährige Tätigkeit als Pfarrer und Dein Wirken bei kirchenrechtlichen Fragen im Erzbistum Freiburg sowie als Regens des Priesterseminars gute Voraussetzungen für die Aufgaben sind, die Du übernehmen wirst." Er habe Würtz bei den DBK-Vollversammlungen "stets als konstruktiv erlebt", so Wilmer weiter, und bitte um dieses Engagement auch bei der künftigen Zusammenarbeit.

Auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx drückte seine Freude über die Ernennung aus. "Ich freue mich sehr, dass wir mit Ihnen ein neues Mitglied in der Freisinger Bischofskonferenz gewinnen, das eine so breite Erfahrung in Wissenschaft, Seelsorge, Recht und Bildung für die Tätigkeit im Bistum Eichstätt und in Bayern mitbringt." Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl sagte: "Als Metropolit blicke ich der Zusammenarbeit mit Bischof Würtz mit großer Freude entgegen. Gemeinsam wollen wir in herausfordernden Zeiten die Kirche in unserer Region aus dem Glauben heraus gestalten und die Freude der christlichen Botschaft verkünden."

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger gratulierte und betonte, das Erzbistum lasse Würtz nur ungern gehen. "Das angenehme menschliche Miteinander und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den verschiedenen Gremien und Räten sowie die persönlichen Begegnungen werden uns, werden mir fehlen!" Der Fuldaer Bischof Michael Gerber, der wie Würtz zuvor im Erzbistum Freiburg wirkte, betonte die enge persönliche Verbundenheit: "Uns verbindet eine jahrzehntelange Weggemeinschaft, über die ich dich als einen Menschen mit sehr vielen hervorragenden Eigenschaften kennengelernt habe, die dich für diese neuen Aufgaben befähigen."

"Sehr gute Voraussetzungen"

Auch der Würzburger Bischof Franz Jung sagte, Würtz bringe für sein neues Amt "sehr gute Voraussetzungen" mit. "Zum einen hat er sich mit zwei Promotionen theologisch qualifiziert, und zwar juristisch wie auch historisch. Zum anderen ist er als Weihbischof eines großen Bistums seit sieben Jahren mit dem bischöflichen Dienst vertraut." Würtz' Vorgänger, der emeritierte Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke, betonte: "Weihbischof Christian Würtz ist ein geistlich erfahrener, theologisch versierter und leitungskompetenter Hirte. Von Herzen wünsche ich ihm Gottes reichen Segen für seinen Dienst."

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Christian Gärtner, sagte: "Wir verbinden mit der Ernennung von Bischof Christian Würtz die große Hoffnung auf eine Persönlichkeit, die den Menschen zugewandt ist, die den Dialog innerhalb der Kirche und mit der Gesellschaft stärkt und die bereit ist, Verantwortung konsequent gemeinsam mit den Gläubigen zu tragen." Die Initiative "Wir sind Kirche" meinte: "Bischof Christian bietet sich damit auch die historische Chance, auf dem Synodalen Weg hin zu einem Gemeinsam-Kirche-Sein die Diözese neu zu beleben. Diese Chance für einen echten Neuanfang sollte er nutzen!"

Würtz war am Dienstag von Papst Leo XIV. zum neuen Bischof von Eichstätt ernannt worden. Mit 55 Jahren wird er der jüngste Diözesanbischof in Deutschland. (tmg)