Bitte um Spenden

Bischof Wilmer: Opfer der Erdbeben in Venezuela nicht vergessen

Veröffentlicht am 16.07.2026 um 13:40 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Nach den Erdbeben ist die Katastrophe nicht vorbei: Bischof Wilmer erinnert an das anhaltende Leid in Venezuela. Er bittet um Spenden für Menschen, die alles verloren haben.

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Der Münsteraner Bischof Heiner Wilmer erinnert an das große Leid vieler Menschen in Venezuela. Im Namen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) erklärte er als Vorsitzender am Donnerstag, nach den beiden Erdbeben Ende Juni steige noch immer täglich die Zahl der Toten – Zigtausende würden vermisst: "Und viele, die überlebt haben, stehen buchstäblich vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie haben ihre Familienangehörigen, ihre Freunde, ihr gesamtes Hab und Gut verloren."

Wilmer bat, die Menschen in Venezuela durch fürbittendes Gebet und Spenden zu begleiten: "Wir dürfen die Opfer der Erdbeben nicht allein lassen und müssen jetzt helfen!", betonte er. Ehrenamtliche, Bistums- und Caritasmitarbeiter in Venezuela versorgten die Betroffenen rund um die Uhr mit Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und Materialien für Notunterkünfte. "Über sie", so der Bischof, "kommt unsere Hilfe direkt bei den Notleidenden an".

Dankbarkeit für kirchliche Solidarität

Wilmer zeigte sich dankbar für Einzelspenden, Sammlungen in Pfarrgemeinden und große Summen, die deutsche Bistümer und Hilfswerke bereits bereitgestellt hätten. "Diese weltkirchliche Solidarität wird in Venezuela mit großer Dankbarkeit wahrgenommen."

Doch die Versorgung der traumatisierten Menschen und der Wiederaufbau würden noch Jahre dauern. So seien Spenden nach wie vor erforderlich. Caritas international, das Katastrophenhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, sorge dafür, dass kirchliche Partner vor Ort schnell und effektiv Hilfsgüter verteilen könnten. (KNA)