Der neue Eichstätter Bischof Christian Würtz tritt sein Amt am 4. Oktober an. Am Erntedanksonntag wird Würtz als 83. Bischof der Diözese eingeführt, teilte das Bistum am Montag mit. Zu dem Gottesdienst werden zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie Gläubige aus dem Bistum und darüber hinaus erwartet. Die Messe wird live im Bayerischen Rundfunk übertragen.
Papst Leo XIV. hatte Würtz am 7. Juli ernannt. Er tritt die Nachfolge von Bischof Gregor Maria Hanke an, der im vergangenen Jahr auf eigenen Wunsch vor Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren seinen Rücktritt angeboten hatte. Dieser wurde angenommen und am Pfingstsonntag 2025 wirksam. Würtz wird mit seiner Amtsübernahme der jüngste Diözesanbischof Deutschlands sein. Bis dahin führt Dompropst Alfred Rottler das Bistum Eichstätt als Diözesanadministrator weiter.
Bisher Regens und Bischofsvikar für Hochschulen
Würtz wurde 1971 in Karlsruhe geboren. Der Jurist und Theologe wurde 2006 in Freiburg zum Priester geweiht. 2018 wurde er Stadtdekan und Dompfarrer in Freiburg. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Domkapitels. 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof mit dem Titularbistum Germania in Dacia. Als Weihbischof ist er Bischofsvikar für Hochschulen und Regens des Freiburger Priesterseminars.
Das Bistum Eichstätt gehört mit gut 330.000 Katholiken zu den kleineren deutschen Bistümern. Auf seinem Gebiet liegt die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die einzige katholische Universität Deutschlands. Bekannt ist Eichstätt außerdem für das Collegium Orientale, ein Studienkolleg für Priesterkandidaten verschiedener Ostkirchen. Es ist weltweit das einzige Seminar, an dem Mitglieder katholischer, orthodoxer und altorientalischer Ostkirchen gemeinsam studieren. In den vergangenen Jahren war Eichstätt vor allem durch einen Finanzskandal und Sparzwänge geprägt. (fxn)