Domdechant nimmt Stellung

Kölner Dom: Kein Bistro wie auf dem Petersdom geplant

Besuchende am Kölner Dom
Bild: katholisch.de/cph

Ein Bistro wie auf dem Petersdom wird es im Kölner Dom vorerst nicht geben. "Der Petersdom und der Kölner Dom lassen sich in dieser Frage nicht miteinander vergleichen. Die architektonischen Voraussetzungen sind grundlegend verschieden", teilte der leitende Domgeistliche Robert Kleine der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. "Die gotische Bauweise des Kölner Domes bietet weder räumlich noch funktional Möglichkeiten für ein gastronomisches Angebot. Insofern stellt sich eine solche Frage für den Kölner Dom nicht."

Die italienische Zeitung "Il Messaggero" hatte am Wochenende berichtet, dass es auf dem Dach des Petersdoms bald ein Bistro geben könnte. Die Bauarbeiten unterhalb der Kuppel seien abgeschlossen, im September könnte das neue gastronomische Angebot eröffnen. Bislang gab es auf der Plattform nur eine kleine Bar, in der Besucherinnen und Besucher beim Aufstieg zur Kuppel einen Kaffee, ein Kaltgetränk oder einen Snack zu sich nehmen können; ebenso einen Andenkenladen und Toiletten.

Kommerzialisierung befürchtet

Gegner des Bistros auf dem Dach des Petersdoms befürchten eine Kommerzialisierung des symbolträchtigen Ortes. Dagegen sehen Befürworter in der Ausweitung des gastronomischen Angebots eine normale Dienstleistung für die Millionen Menschen, die jährlich die Kuppel besteigen.

Auch rund um den Kölner Dom hatte es zuletzt Diskussionen um das Thema Kommerzialisierung gegeben. Seit dem 1. Juli kostet der Dom für Touristinnen und Touristen 12 Euro Eintritt. Mit den Einnahmen sollen Pflege, Schutz und Betrieb von Deutschlands bekanntester Kirche auch in Zukunft sichergestellt werden. Der Petersdom kostet keinen Eintritt. Er ist die bedeutendste Kirche des Katholizismus. (KNA)