In der Debatte um die Leihmutterschaft hat der Leiter des Katholischen Büros auf Bundesebene, Prälat Karl Jüsten, die Position der katholischen Kirche bekräftigt. Der Wunsch nach einem Kind sei sehr verständlich und für viele Paare sei ungewollte Kinderlosigkeit mit viel Leid verbunden, erklärte Jüsten am Freitag in Berlin. Menschliches Leben sei aber unverfügbar und es gebe kein Recht auf ein Kind. Er halte deshalb das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland für richtig.
Jüsten verwies dabei auch auf die Ergebnisse der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission für reproduktive Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin aus dem Jahr 2024. Auch hier hätten die Expertinnen mit Blick auf die Leihmutterschaft zahlreiche Fragen und Bedenken. Dies betreffe vor allem die Benachteiligung von Frauen, die ihren Körper oder bei eine Eizellspende ihre Eizellen für solche Verfahren zur Verfügung stellten. Es gehe dabei aber auch um Fragen einer allgemeinen Kommerzialisierung menschlicher Fortpflanzung.
Die Kommission hatte ihre Ergebnisse vor zwei Jahren vorgestellt. Jüsten verwies auch auf die damalige Stellungnahme der Bischofskonferenz. (KNA)