Knapp einen Monat nach Einführung

Eintrittsgeld am Kölner Dom deckt bislang Hälfte der Kosten

Kölner Dom
Bild: KNA/Anita Hirschbeck

Die neue Eintrittsgebühr für den Kölner Dom deckt im ersten Monat nach der Einführung rund die Hälfte der Betriebskosten. Wirtschaftlich erfülle der Eintritt damit bereits seinen Zweck, sagte eine Sprecherin am Kölner Dom der "Rheinischen Post". Täglich müsse Deutschlands bekannteste Kirche insgesamt rund 44.000 Euro einnehmen, um Betrieb und Erhalt zu finanzieren. Eine umfassende Bilanz wolle das Domkapitel Anfang 2027 ziehen.

Seit dem 1. Juli zahlen Touristinnen und Touristen 12 Euro Eintritt für den Kölner Dom. Es gibt Ermäßigungen und Ausnahmen. Der Zugang zu Gottesdiensten bleibt kostenfrei. Wer eine Kerze anzünden oder ein Gebet sprechen will, kann die Kathedrale zudem gratis über einen Seiteneingang betreten. Besuchende haben hier allerdings nur Zugang zu einem eingegrenzten Bereich.

Dom verursacht 16 Millionen Euro Kosten

Der Kölner Dom hat in den vergangenen Jahren mehr Geld gekostet, als er Einnahmen gebracht hat. Die neue Eintrittsgebühr soll die Finanzlage verbessern und Erhalt, Betrieb und Schutz der Kirche auch in Zukunft sichern. Für das laufende Jahr rechnet das Domkapitel mit Ausgaben in Höhe von 16 Millionen Euro. Ohne Eintritt wären davon 4 Millionen Euro nicht gedeckt.

Die Einführung der Zugangsgebühr hat sowohl Verständnis als auch Kritik hervorgerufen. Befürworter argumentieren, dass der Dom Geld für seinen Erhalt erwirtschaften müsse. Kritiker befürchten eine Kommerzialisierung sakraler Räume und einen Rückzug der Kirche aus der Öffentlichkeit. (KNA)