Apostolische Signatur

Osnabrücker Bischof Meier weiter Richter am höchsten Kirchengericht

Der neue Osnabrücker Bischof Dominicus Meier in einem Besprechungszimmer
Bild: epd-bild/Detlef Heese

Der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier (67) bleibt Richter am höchsten Gericht der katholischen Kirche. Papst Leo XIV. ernannte ihn erneut für eine fünfjährige Amtszeit an der Apostolischen Signatur in Rom, wie das Bistum Osnabrück am Dienstag mitteilte. Meier übt das Amt neben seiner Aufgabe als Ortsbischof aus.

Die Apostolische Signatur ist letzte Instanz in kirchenrechtlichen Streitfragen und Prozessen. Es verhandelt unter anderem über Berufungen von Priestern, die gegen eine disziplinarische Bestrafung durch den Heiligen Stuhl Beschwerde einlegen. Es steht über dem Gericht der Römischen Rota und hat zudem die Rolle einer Art kirchlichen Verwaltungsgerichts inne.

Kirchengerichte und Lehrstuhl

Meier wurde erstmals 2021 an die Signatur berufen, damals noch als Weihbischof in Paderborn. Von 1989 bis 1991 war der Benediktiner am Diözesangericht in Salzburg und von 1992 bis 2001 am Diözesangericht in Paderborn tätig. Nach einem Aufbaustudium und der Habilitation für Kirchenrecht an der Universität Münster erhielt er 2000 den Kirchenrechts-Lehrstuhl an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und wurde zum ordentlichen Professor berufen.

Vor kurzem hatte der Papst bereits den deutschen Jesuiten und Kirchenrechtsexperten Ulrich Rhode an die Apostolische Signatur berufen. Zudem ernannte er den Erzbischof von San Francisco in Kalifornien, Salvatore Joseph Cordileone, sowie den früheren Sekretär der Behörde für die Gesetzestexte, Juan Ignacio Arrieta Ochoa, und weitere Geistliche zu Mitgliedern des höchsten Kirchengerichts. (KNA)