In Nigeria ist ein katholischer Priester getötet worden. An der Leiche, die an einer Straße im Bundesstaat Kogi gelegen habe, seien schwere Kopfverletzungen durch eine Machete festgestellt worden, berichtete der römische Nachrichtendienst Fides. Die Polizei ermittelt. Möglicherweise habe es sich um einen Hinterhalt gehandelt.
Außerdem werden nach einem Überfall auf eine Messe im Südosten Nigerias noch immer zwei Menschen von Entführern festgehalten, wie es hieß. Insgesamt seien drei Personen verschleppt worden. Eine Suchaktion der Polizei habe später zu der Freilassung von einem der drei Männer geführt.
Das Bistum Lokoja bestätigte laut Bericht den Tod. Es würdigte den Priester als einen Mann, der sich durch "treuen Dienst, aufopferungsvolle Liebe und unerschütterliche Hingabe an das Volk Gottes" ausgezeichnet habe. Der Gouverneur des Bundesstaates Kogi, Ahmed Usman Ododo, sprach von einer "barbarischen Tat" und versicherte, dass die Täter der Justiz nicht entkommen würden.
Immer wieder Gewalt
In Nigeria kommt es immer wieder zu Gewalt gegen Christinnen und Christen. Laut dem Weltverfolgungsindex 2026 des christlichen Hilfswerks Open Doors gab es in Nigeria 3.490 Todesopfer. Dort verüben islamistische Gruppen vor allem im Norden immer wieder Anschläge und Massaker.
Auch kommt es zu Entführungen von Geistlichen und Gemeindemitgliedern. Weltweit sind laut Weltverfolgungsindex 2026 rund 388 Millionen Christinnen und Christen einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt.
Open Doors ist nach eigenen Angaben ein Hilfswerk, das in rund 60 Ländern verfolgte Christen unterstützt. In Deutschland widmet es sich vorwiegend der Berichterstattung über ihre Unterdrückung. Es ist evangelikal geprägt. (KNA)