Speyerer Oberhirte wurde kürzlich 66

Papst Leo nimmt überraschend Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an

Karl-Heinz Wiesemann ist Bischof von Speyer
Bild: KNA/JuliaSteinbrecht

Papst Leo XIV. hat das Rücktrittsgesuch des Speyerer Bischofs Karl-Heinz Wiesemann (66) angenommen. Das teilten der Vatikan und das Bistum Speyer am Mittwoch mit. Wiesemann hatte den Papst aus gesundheitlichen Gründen um seine Entpflichtung vom Amt des Bischofs gebeten. "Ich bin mit ganzem Herzen und großer innerer Freude mit Ihnen Christ und für Sie Bischof gewesen. Dennoch hat die Last der umfänglichen Verantwortung in mir körperlich, wie vor allem seelisch schwerwiegende Spuren hinterlassen", erklärte Wiesemann.

Wiesemann, der am 1. August seinen 66. Geburtstag feierte, stand seit März 2008 an der Spitze des Bistums Speyer. 2002 wurde er zum Weihbischof im Erzbistum Paderborn ernannt. Papst Benedikt XVI. berief ihn 2007 zum Bischof von Speyer; im März 2008 trat Wiesemann sein Amt an.

Neben seiner Tätigkeit als Diözesanbischof übernahm Wiesemann verschiedene Aufgaben auf überdiözesaner Ebene. Von 2011 bis 2016 war er Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Von 2016 bis 2021 leitete er als Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann die Glaubenskommission der DBK. Zudem war Wiesemann von 2013 bis 2019 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). (mtr)