Mit Verantwortungsträgern ins Gespräch kommen

Bischof Gerber neu bei LinkedIn – Kirche als Zuhörer und Impuls-Geber

Bischof Michael Gerber
Bild: KNA/Katharina Gebauer

Jetzt ist auch der Bischof von Fulda, Michael Gerber, auf LinkedIn präsent – und hat sein Engagement im Netzwerk für berufliche Kontakte am Dienstag mit einem eigenen Beitrag begründet: Er wolle mit Menschen ins Gespräch kommen, "die Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen müssen, obwohl sie nicht wissen, was morgen kommt. Die sich fragen, was sie selbst noch bewirken können und woran sie sich orientieren können, wenn Sicherheiten wegbrechen", schrieb der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Angesichts von Künstlicher Intelligenz (KI), Kriegen und geopolitischen Verschiebungen, Populismus sowie Polarisierung veränderten sich Gesellschaft und Arbeitswelt. "Gleichzeitig erleben viele Leistungsdruck und die Sorge, mit der Geschwindigkeit unserer Zeit nicht mehr Schritt halten zu können", schrieb Gerber weiter. Viele Menschen suchten Orientierung.

Perspektiven in unsicheren Zeiten

Gerber betonte, er wolle auch kirchliche Erfahrungen und Perspektiven einbringen, die "gerade in Zeiten großer Unsicherheit wertvoll sind". Es gebe Fragen, die nicht nur in die Kirche, sondern mitten in die Gesellschaft und die Arbeitswelt gehörten, etwa: "Wie bewahren wir Empathie, wenn Debatten härter werden?"

Auch wolle er auf der Plattform "zuhören, Erfahrungen teilen, Fragen stellen und Impulse geben". "In welcher Gesellschaft wollen wir leben?", sei dabei eine zentrale Frage.

Auf das Gesprächsangebot des Bischofs hätten einige Nutzer bereits positiv reagiert. Eigenen Angaben zufolge interessieren sich Leser für das Thema Burnout sowie die Frage, ob die Kirche in Zukunft mit KI den Priesternotstand beheben kann. Folgenden Wunsch äußerte ein weiterer Nutzer: "Kirche muss dafür nicht lauter werden. Sie muss näher an die Menschen heran. Danke für diesen Schritt auf LinkedIn, Bischof Gerber." (KNA)