"Da ist jemand und passt auf mich auf"

Kleiner Kauz machte Bischof Gerber in Krebszeit Mut

Veröffentlicht am 15.05.2026 um 15:48 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Ein kleiner Kauz wird für den Bischof von Fulda zum Hoffnungszeichen: Michael Gerber spricht offen über seine Krebserkrankung. Warum ihn die Begegnung mit dem Tier tief bewegte.

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Ein kleiner Kauz hat dem Fuldaer Bischof Michael Gerber während seiner Krebserkrankung Mut gemacht. Davon erzählte der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz in einem "Mut-Mach-Gottesdienst" für Familien beim Katholikentag in Würzburg: Als er im vergangenen Jahr im Krankenhaus gelegen habe, sei an einem Abend ein kleiner Kauz an sein Fenster geflogen und habe sich aufs Fensterbrett gesetzt und ihn angesehen.

"Ich habe gedacht, ich bin nicht alleine, sondern da ist noch jemand, der mich anschaut. Es ist der Kauz, der mich anschaut, aber es ist auch Gott, der mich anschaut", berichtete der Bischof. Er sei "mit dem Blick auf die kleinen Äuglein von diesem Kauz" eingeschlafen. Und am nächsten Morgen habe dieser immer noch dort gesessen: "Das war eine ganz wertvolle Erfahrung: zu merken, da ist jemand und passt auf mich auf."

"Hab Mut, steh auf!"

Die Bibel berichte oft, dass die Natur von Gott erzähle. So könne dieser auch heute noch sagen: "Hab Mut, steh auf!" Gerber erzählte von einer Fünfjährigen, die ihm später gesagt habe: "Ich hab dir den Kauz geschickt, damit jemand auf dich aufpasst." Das Mädchen habe ihm gezeigt, dass Gott dafür sorge, dass Menschen zueinanderfinden und aufeinander aufpassen.

Der Familiengottesdienst unter dem Motto "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir!" wurde gestaltet von der Schönstatt Familienbewegung. (KNA)