Andreas

24.11

Bei diesem Gedenktag geht es nicht allein um Andreas Dung-Lac (um 1785-1839), sondern auch seine Gefährten. Der Gedenktag erinnert an die vielen Märtyrer der jungen Kirche in Vietnam, die zwischen 1745 und 1862 für ihren Glauben starben. Viele ihrer Namen sind nicht überliefert, sodass Andreas Dung-Lac repräsentativ für die vietnamesischen Männer und Frauen steht, die Opfer der Christenverfolgungen wurden.
Der zwölfjährige Dung An Tran – wie er vor seiner Taufe hieß - kam als Sohn armer, konfuzianischer Eltern nach Hanoi und wurde dort von katholischen Katecheten erzogen. Er studierte Theologie und wurde 1823 zum Priester geweiht. In der Christenverfolgung unter Kaiser Minh-Mang wurde Andreas Dung-Lac verhaftet, konnte das Gefängnis aufgrund von Lösegeldzahlungen seiner Gemeinde jedoch wieder verlassen. Mit einer Namensänderung versuchte er weiterer Verfolgung zu entgehen und übernahm eine neue Gemeinde, wurde aber erneut verhaftet. Ein zweites Mal konnte ihn seine Gemeinde freikaufen. Bei seiner dritten Festnahme hingegen wurde Andreas Dung-Lac nach Hanoi gebracht, gefoltert und enthauptet. Am 19. Juni 1988 sprach Papst Johannes Paul II. die 117 vietnamesischen Märtyrer heilig.