Kalenderblatt

Patrick von Irland

Es gibt Heilige, deren Gedächtnis irgendwann in Vergessenheit gerät. Bei Patrick von Irland (5. Jahrhundert) ist es genau umgekehrt: Seine Beliebtheit scheint immer weitere Blüten zu treiben. Patrick wurde als Beamtensohn im römischen Britannien geboren und entstammte einer kirchlich geprägten Familie: Sein Vater war Diakon und sein Großvater sogar Priester. Mit etwa 15 Jahren wurde Patrick von heidnischen Piraten entführt und als Sklave nach Irland gebracht. Hier musste er Schafe hüten, lernte aber auch die irische Sprache und Kultur kennen. Erst Jahre später gelang Patrick die Flucht und er kehrte in seine Heimat zurück, wo er Priester und Mönch wurde. Dann aber habe ihn im Traum die "Stimme der Iren" aufgefordert, wieder an den Ort seiner Gefangenschaft zu gehen und dort den Glauben zu verkünden. 432 kam Patrick mit 24 Gefährten nach Irland und wirkte mehrere Jahrzehnte erfolgreich als Missionar. Dieser Zeitpunkt war ein Glücksfall für das europäische Christentum: Kurz darauf zogen die Römer aus Britannien ab und das Land fiel unter die Herrschaft heidnischer Germanenstämme. Allein Irland blieb christlich und wurde zum Ausgangspunkt der anschließenden Mission Europas. Patrick starb am 17. März 461 oder 493. Sein Gedenktag wird heute nicht nur auf der Insel mit Paraden und Straßenfesten groß gefeiert. Irische Migranten verbreiteten den St. Patrick's Day auf der ganzen Welt – von Amerika über Südafrika bis Australien.

Bild: © picture alliance/Zoonar/Zvonimir Atleti

Gebet des Tages

Barmherziger Gott, 

 

diese heilige Zeit der Buße und des Gebetes 

mache unsere Herzen bereit, 

die Ostergnade zu empfangen 

und das Lob des Erlösers zu verkünden, 

 

der in der Einheit des Heiligen Geistes 

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Ez 47,1-9.12)

Ich sah, wie Wasser vom Tempel hervorströmte; und alle, zu denen das Wasser kam,wurden gerettet (vgl. Messbuch, Antiphon zum sonntäglichen Taufgedächtnis)

Der Mann, der mich begleitete,
   führte mich zum Eingang des Tempels
und siehe,
   Wasser strömte unter der Tempelschwelle hervor
   nach Osten hin;
denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten.
Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab,
   südlich vom Altar.
Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus
   und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen.
Und siehe, das Wasser rieselte an der Südseite hervor.

Der Mann ging nach Osten hinaus,
   mit der Messschnur in der Hand,
   maß tausend Ellen ab
   und ließ mich durch das Wasser gehen;
das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.
Dann maß er wieder tausend Ellen ab
   und ließ mich durch das Wasser gehen;
das Wasser reichte mir bis zu den Knien.
Darauf maß er wieder tausend Ellen ab
   und ließ mich hindurchgehen;
das Wasser ging mir bis an die Hüften.
Und er maß noch einmal tausend Ellen ab.
Da war es ein Fluss,
   den ich nicht mehr durchschreiten konnte;
denn das Wasser war tief,
ein Wasser, durch das man schwimmen musste,
ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte.
Dann fragte er mich:
   Hast du es gesehen, Menschensohn?
Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang.

Als ich zurückging,
   siehe, da waren an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume.
Er sagte zu mir:
   Dieses Wasser fließt hinaus in den östlichen Bezirk,
es strömt in die Áraba hinab und mündet in das Meer,
in das Meer mit dem salzigen Wasser.
So wird das salzige Wasser gesund.
Wohin der Fluss gelangt,
   da werden alle Lebewesen,
   alles, was sich regt, leben können
und sehr viele Fische wird es geben.
Weil dieses Wasser dort hinkommt,
   werden sie gesund;
wohin der Fluss kommt,
   dort bleibt alles am Leben.

An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen.
Ihr Laub wird nicht welken
und sie werden nie ohne Frucht sein.
Jeden Monat tragen sie frische Früchte;
denn ihre Wasser kommen aus dem Heiligtum.
Die Früchte werden als Speise
   und die Blätter als Heilmittel dienen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 46 (45),2-3.5-6.8-9 (R: 8b))

Kv Der Gott Jakobs ist unsre Burg. - Kv

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, *
als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten.
Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, *
wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres. - (Kv)

Eines Stromes Arme erfreuen die Gottesstadt, *
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken. *
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. - (Kv)

Mit uns ist der HERR der Heerscharen, *
der Gott Jakobs ist unsre Burg.
Kommt und schaut die Taten des HERRN, *
der Schauder erregt auf der Erde. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Joh 5,1-16)

Sofort wurde der Mann gesund

Es war ein Fest der Juden
   und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich,
   zu dem fünf Säulenhallen gehören;
dieser Teich heißt auf Hebräisch Betésda.
In diesen Hallen lagen viele Kranke,
darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte.

Dort lag auch ein Mann,
   der schon achtunddreißig Jahre krank war.
Als Jesus ihn dort liegen sah
   und erkannte, dass er schon lange krank war,
   fragte er ihn: Willst du gesund werden?

Der Kranke antwortete ihm:
   Herr, ich habe keinen Menschen,
   der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt.
Während ich mich hinschleppe,
   steigt schon ein anderer vor mir hinein.

Da sagte Jesus zu ihm:
   Steh auf, nimm deine Liege und geh!
Sofort wurde der Mann gesund,
   nahm seine Liege und ging.

Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Da sagten die Juden zu dem Geheilten:
   Es ist Sabbat, du darfst deine Liege nicht tragen.

Er erwiderte ihnen:
   Der mich gesund gemacht hat,
   sagte zu mir: Nimm deine Liege und geh!

Sie fragten ihn: Wer ist denn der Mensch,
   der zu dir gesagt hat: Nimm deine Liege und geh?
Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war.
Jesus war nämlich weggegangen,
   weil dort eine große Menschenmenge zugegen war.

Danach traf ihn Jesus im Tempel
und sagte zu ihm: Sieh, du bist gesund geworden;
   sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt!
Der Mann ging fort
   und teilte den Juden mit,
   dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
Daraufhin verfolgten die Juden Jesus,
   weil er das an einem Sabbat getan hatte.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.

Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf den Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.

Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

PSALMODIE

1. Antiphon

Dir, o Herr, will ich spielen; ich will achten auf den Weg der Bewährten.

Psalm Ps 101 (100),1-8

Vorsätze eines Königs
Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. (Joh 14,15)

Von Gnade und Recht will ich singen; *
dir, o Herr, will ich spielen.

Ich will auf den Weg der Bewährten achten. +
Wann kommst du zu mir? *
Ich lebe in der Stille meines Hauses mit lauterem Herzen.

Ich richte mein Auge nicht auf Schändliches; *
ich hasse es, Unrecht zu tun, es soll nicht an mir haften.

Falschheit sei meinem Herzen fern; *
ich will das Böse nicht kennen.

Wer den Nächsten heimlich verleumdet, *
den bring’ ich zum Schweigen.

Stolze Augen und hochmütige Herzen *
kann ich nicht ertragen.

Meine Augen suchen die Treuen im Land; +
sie sollen bei mir wohnen. *
Wer auf rechten Wegen geht, der darf mir dienen.

In meinem Haus soll kein Betrüger wohnen; *
kein Lügner kann vor meinen Augen bestehen.

Morgen für Morgen spreche ich das Urteil über die Frevler im Land, *
um in der Stadt des Herrn alle auszurotten, die Unrecht tun.

Antiphon

Dir, o Herr, will ich spielen; ich will achten auf den Weg der Bewährten.

2. Antiphon

Versage uns nicht dein Erbarmen, Herr. Löse deinen Bund nicht auf.

Canticum Dan 3,26-27.29.34-41

Gebet des Asarja im Feuerofen
Kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden. (Apg 3,19)

Gepriesen und gelobt bist du, Herr, Gott unsrer Väter; *
herrlich ist dein Name in alle Ewigkeit.

Denn du bist gerecht in allem, was du getan hast. +
All deine Taten sind richtig, deine Wege gerade. *
Alle deine Urteile sind wahr.

Denn wir haben gesündigt und durch Treubruch gefrevelt *
und haben in allem gefehlt.

Um deines Namens willen verwirf uns nicht für immer; *
löse deinen Bund nicht auf!

Versag uns nicht dein Erbarmen, +
deinem Freund Abraham zuliebe, deinem Knechte Isaak *
und Israel, deinem Heiligen,

denen du Nachkommen verheißen hast, +
so zahlreich wie die Sterne am Himmel *
und wie der Sand am Ufer des Meeres.

Ach, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker. *
In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt.

Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten *
und keinen, der uns anführt,

weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, *
noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei dir.

Du aber nimm uns an. *
Wir kommen mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn.

Wie Brandopfer von Widdern und Stieren, +
wie Tausende fetter Lämmer, *
so gelte heute unser Opfer vor dir und verschaffe uns bei dir Sühne.

Denn wer dir vertraut, wird nicht beschämt. +
Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen, *
fürchten dich und suchen dein Angesicht.

Antiphon

Versage uns nicht dein Erbarmen, Herr. Löse deinen Bund nicht auf.

3. Antiphon

Ein neues Lied will ich dir singen, Herr, du mein Gott.

Psalm Ps 144 (143),1-10b

Der Herr ist mein Beschützer
Alles vermag ich durch ihn, der mich stark macht. (Phil 4,13)

Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist, der meine Hände den Kampf gelehrt hat, *
meine Finger den Krieg.

Du bist meine Huld und Burg, *
meine Festung, mein Retter,

mein Schild, dem ich vertraue. *
Er macht mir Völker untertan.

Herr, was ist der Mensch, dass du dich um ihn kümmerst, *
des Menschen Kind, dass du es beachtest?

Der Mensch gleicht einem Hauch, *
seine Tage sind wie ein flüchtiger Schatten.

Herr, neig deinen Himmel und steig herab, *
rühre die Berge an, sodass sie rauchen!

Schleudre Blitze und zerstreue die Feinde, *
schieß deine Pfeile ab und jag sie dahin!

Streck deine Hände aus der Höhe herab und befreie mich; +
reiß mich heraus aus gewaltigen Wassern, *
aus der Hand der Fremden!

Alles, was ihr Mund sagt, ist Lüge, *
Meineide schwört ihre Rechte.

Ein neues Lied will ich, o Gott, dir singen, *
auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,

der du den Königen den Sieg verleihst *
und David, deinen Knecht, errettest.

Antiphon

Ein neues Lied will ich dir singen, Herr, du mein Gott.

KURZLESUNG Joël 2,12-13

Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen.
Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat.

RESPONSORIUM

R Er rettet mich aus der Schlinge des Jägers, * er befreit mich aus allem Verderben. - R
V Der Herr ist meine Zuflucht, zum Schutze hab’ ich mir erwählt den Höchsten. * Er befreit mich aus allem Verderben.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Der Mann, der mich geheilt hat, sagte zu mir: Steh auf, nimm deine Matte und geh.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Der Mann, der mich geheilt hat, sagte zu mir: Steh auf, nimm deine Matte und geh.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, das ewige Wort des Vaters. Zu ihm lasst uns beten:

R Christus, höre uns.

Gib, dass wir in den heiligen vierzig Tagen auf dich hören;
- bereite uns für das kommende Osterfest.

Dein Heiliger Geist belehre uns,
- dass wir nicht in Zweifel und Irrtum fallen.

Hilf uns, an dich zu glauben
- und aus diesem Glauben zu leben.

Läutere uns in dieser Zeit der Buße,
- damit unser Zeugnis glaubwürdig sei.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Barmherziger Gott, diese heilige Zeit der Buße und des Gebetes mache unsere Herzen bereit, die Ostergnade zu empfangen und das Lob des Erlösers zu verkünden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil'ger Geist, vom ew'gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

Psalm Ps 119,137-144

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, du bist gerecht *
und deine Entscheide sind richtig.

Du hast deine Vorschriften erlassen in Gerechtigkeit *
und in großer Treue.

Der Eifer für dich verzehrt mich; *
denn meine Gegner vergessen deine Worte.

Deine Worte sind rein und lauter; *
dein Knecht hat sie lieb.

Ich bin gering und verachtet, *
doch ich vergesse nie deine Befehle.

Deine Gerechtigkeit bleibt ewig Gerechtigkeit, *
deine Weisung ist Wahrheit.

Mich trafen Not und Bedrängnis, *
doch deine Gebote machen mich froh.

Deine Vorschriften sind auf ewig gerecht. *
Gib mir Einsicht, damit ich lebe.

Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

2. Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

II

Herr, du Gott meines Heils, *
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Lass mein Gebet zu dir dringen, *
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, +
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

3. Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

III

Mein Auge wird trübe vor Elend. +
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; *
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

KURZLESUNG Joël 2,17

Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten!

RESPONSORIUM

V Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz.
R Gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Oration

Barmherziger Gott, diese heilige Zeit der Buße und des Gebetes mache unsere Herzen bereit, die Ostergnade zu empfangen und das Lob des Erlösers zu verkünden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand,
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

Psalm Ps 119,137-144

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, du bist gerecht *
und deine Entscheide sind richtig.

Du hast deine Vorschriften erlassen in Gerechtigkeit *
und in großer Treue.

Der Eifer für dich verzehrt mich; *
denn meine Gegner vergessen deine Worte.

Deine Worte sind rein und lauter; *
dein Knecht hat sie lieb.

Ich bin gering und verachtet, *
doch ich vergesse nie deine Befehle.

Deine Gerechtigkeit bleibt ewig Gerechtigkeit, *
deine Weisung ist Wahrheit.

Mich trafen Not und Bedrängnis, *
doch deine Gebote machen mich froh.

Deine Vorschriften sind auf ewig gerecht. *
Gib mir Einsicht, damit ich lebe.

Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

2. Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

II

Herr, du Gott meines Heils, *
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Lass mein Gebet zu dir dringen, *
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, +
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

3. Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

III

Mein Auge wird trübe vor Elend. +
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; *
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

KURZLESUNG Jer 3,25b

Wir haben gesündigt gegen den Herrn, unsern Gott, wir selbst und unsere Väter, von Jugend an bis auf den heutigen Tag. Wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes.

RESPONSORIUM

V Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden.
R Tilge alle meine Frevel.

Oration

Barmherziger Gott, diese heilige Zeit der Buße und des Gebetes mache unsere Herzen bereit, die Ostergnade zu empfangen und das Lob des Erlösers zu verkünden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

Psalm Ps 119,137-144

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, du bist gerecht *
und deine Entscheide sind richtig.

Du hast deine Vorschriften erlassen in Gerechtigkeit *
und in großer Treue.

Der Eifer für dich verzehrt mich; *
denn meine Gegner vergessen deine Worte.

Deine Worte sind rein und lauter; *
dein Knecht hat sie lieb.

Ich bin gering und verachtet, *
doch ich vergesse nie deine Befehle.

Deine Gerechtigkeit bleibt ewig Gerechtigkeit, *
deine Weisung ist Wahrheit.

Mich trafen Not und Bedrängnis, *
doch deine Gebote machen mich froh.

Deine Vorschriften sind auf ewig gerecht. *
Gib mir Einsicht, damit ich lebe.

Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

2. Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

II

Herr, du Gott meines Heils, *
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Lass mein Gebet zu dir dringen, *
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, +
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

3. Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

III

Mein Auge wird trübe vor Elend. +
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; *
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

KURZLESUNG Jes 58,1-2

Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Lass deine Stimme ertönen wie eine Posaune! Halte meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden!
Sie suchen mich Tag für Tag; denn sie wollen meine Wege erkennen. Wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das vom Recht seines Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir ein gerechtes Urteil und möchten, dass Gott ihnen nah ist.

RESPONSORIUM

V Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist.
R Ein zerschlagenes Herz wird er nicht verschmähen.

Oration

Barmherziger Gott, diese heilige Zeit der Buße und des Gebetes mache unsere Herzen bereit, die Ostergnade zu empfangen und das Lob des Erlösers zu verkünden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Nun ist sie da, die rechte Zeit,
die Gottes Huld uns wieder schenkt,
nun ist er da, der Tag des Heils,
erfüllt von Christi hellem Licht.

Jetzt soll sich unser ganzes Herz
durch Fasten und Gebet erneun,
und durch Entsagung werde stark,
was müde ist und schwach und krank.

Lass uns, o Herr, mit Geist und Leib
das Werk der Buße freudig tun,
dass wir den Übergang bestehn
zum Pascha, das kein Ende kennt.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

PSALMODIE

Wie könnte ich dich je vergessen, Jerusalem, du, meine höchste Freude!

1. Antiphon

Psalm Ps 137 (136),1-6

An den Strömen Babels
Die irdische Gefangenschaft des Volkes ist ein Bild geistiger Gefangenschaft. (Hilarius)

An den Strömen von Babel, +
da saßen wir und weinten, *
wenn wir an Zion dachten.

Wir hängten unsere Harfen *
an die Weiden in jenem Land.

Dort verlangten von uns die Zwingherren Lieder, +
unsere Peiniger forderten Jubel: *
«Singt uns Lieder vom Zion!»

Wie könnten wir singen die Lieder des Herrn, *
fern, auf fremder Erde?

Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, *
dann soll mir die rechte Hand verdorren!

Die Zunge soll mir am Gaumen kleben, +
wenn ich an dich nicht mehr denke, *
wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe.

Antiphon

Wie könnte ich dich je vergessen, Jerusalem, du, meine höchste Freude!

2. Antiphon

Vor den Engeln will ich dir singen, Herr, du mein Gott.

Psalm Ps 138 (137),1-8

Vertrauen auf Gottes Hilfe
Die Könige der Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen. (Vgl. Offb 21,24)

Ich will dir danken aus ganzem Herzen, *
dir vor den Engeln singen und spielen;

ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin *
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört, *
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.

Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief; *
du gabst meiner Seele große Kraft.

Dich sollen preisen, Herr, alle Könige der Welt, *
wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.

Sie sollen singen von den Wegen des Herrn; *
denn groß ist die Herrlichkeit des Herrn.

Ja, der Herr ist erhaben; +
doch er schaut auf die Niedrigen *
und die Stolzen erkennt er von fern.

Gehe ich auch mitten durch große Not: *
du erhältst mich am Leben.

Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde, *
und deine Rechte hilft mir.

Der Herr nimmt sich meiner an. +
Herr, deine Huld währt ewig. *
Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!

Vor den Engeln will ich dir singen, Herr, du mein Gott.

Antiphon

Vor den Engeln will ich dir singen, Herr, du mein Gott.

3. Antiphon

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen und Herrlichkeit und Ehre.

Canticum Offb 4,11; 5,9-10.12


Würdig bist du, Herr, unser Gott, *
Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht.

Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, *
durch deinen Willen war sie und wurde durch ihn erschaffen.

Herr, du bist würdig, *
das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen;

denn du wurdest geschlachtet +
und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben *
aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern,

und du hast sie zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott; *
und sie werden auf der Erde herrschen.

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, +
Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, *
Kraft und Ehre, Lob und Herrlichkeit.

Antiphon

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen und Herrlichkeit und Ehre.

KURZLESUNG Jak 2,14.17.18b

Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.
Zeig mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich zeige dir meinen Glauben aufgrund der Werke.

RESPONSORIUM

R Sei mir gnädig und heile mich, * ich habe vor dir gesündigt. - R
V Verschließe mir nicht dein Erbarmen; Herr, eile mir zu Hilfe. * Ich habe vor dir gesündigt.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Jesus sprach zu dem Geheilten: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht Schlimmeres zustößt.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Jesus sprach zu dem Geheilten: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht Schlimmeres zustößt.

FÜRBITTEN

Lasst uns zu Jesus Christus beten, der am Kreuz alles an sich gezogen hat:

R Herr, erbarme dich.

Lass den Menschen das Geheimnis des Kreuzes aufgehen,
- damit sie die Gnade der Erlösung erkennen.

Gib das lebendige Wasser allen, die dürsten;
- stille ihr tiefstes Verlangen.

Bewege die Herzen derer, die sich von dir getrennt haben;
- lass sie zu dir zurückkehren.

Sei allen nahe, die Leid zu tragen haben;
- lass sie bei dir Zuflucht finden.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Nimm unsere Verstorbenen auf zu dir;
- lass sie die ewige Seligkeit verkosten.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Barmherziger Gott, diese heilige Zeit der Buße und des Gebetes mache unsere Herzen bereit, die Ostergnade zu empfangen und das Lob des Erlösers zu verkünden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Tod und Vergehen
waltet in allem,
steht über Menschen,
Pflanzen und Tieren,
Sternbild und Zeit.

Du hast ins Leben
alles gerufen,
Herr, deine Schöpfung
neigt sich zum Tode:
Hole sie heim.

Schenke im Ende
auch die Vollendung.
Nicht in die Leere
falle die Vielfalt
irdischen Seins.

Herr, deine Pläne
bleiben uns dunkel. -
Doch singen Lob wir
dir, dem dreieinen,
ewigen Gott. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

Psalm Ps 143,1-11

Psalm Bitte um Kraft und Hilfe
Der Mensch wird nicht durch Werke des Gesetzes gerecht, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. (Vgl. Gal 2,16)

Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen; *
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!

Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; *
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.

Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden, *
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

Mein Geist verzagt in mir, *
mir erstarrt das Herz in der Brust.

Ich denke an die vergangenen Tage, +
sinne nach über all deine Taten, *
erwäge das Werk deiner Hände.

Ich breite die Hände aus und bete zu dir: *
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.

Herr, erhöre mich bald, *
denn mein Geist wird müde;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.

Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen; *
denn ich vertraue auf dich.

Zeig mir den Weg, den ich gehen soll; *
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, entreiß mich den Feinden! *
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. *
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.

Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben, *
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!

Antiphon

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

KURZLESUNG 1 Petr 5,8-9

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, gütiger Vater, sei du unsere Leuchte im Dunkel der Nacht. Gib, dass wir in Frieden schlafen, damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages in deinem Namen freudig erheben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Dienstag, 17. März 2026

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.