Gebet des Tages
Gott.
Dein Wort bringt Licht und Freude in die Welt.
Es macht das Leben reich,
es stiftet Frieden und Versöhnung.
Gib, dass wir es nicht achtlos überhören.
Mach uns aufnahmebereit.
Bring dein Wort in uns zu hundertfältiger Frucht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
LESEHORE
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Erwartet den Herrn,
steht als Knechte bereit an der Tür.
Schon jauchzt jeder Stern.
Seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
erglühet im Geist
im Kommen des EwigGeliebten,
der Kyrios heißt.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Du wirfst dein Feuer zur Erde
und willst, dass es brennt,
und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Hymnus
1. Antiphon
Dem Himmel und der Erde ruft Gott zu, er werde sein Volk nun richten.
Psalm 50.1, 1–6
Der Gott der Götter, der Herr, spricht, †
er ruft der Erde zu ∗
vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.
Vom Zion her, der Krone der Schönheit, ∗
geht Gott strahlend auf.
Unser Gott kommt und schweigt nicht; ∗
Feuer frisst vor ihm her; um ihn stürmt es gewaltig.
Dem Himmel droben und der Erde ruft er zu, ∗
er werde sein Volk nun richten:
„Versammelt mir all meine Frommen, ∗
die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.“
Die Himmel sollen seine Gerechtigkeit künden; ∗
Gott selbst wird Richter sein.
Ant.
Dem Himmel und der Erde ruft Gott zu, er werde sein Volk nun richten.
2. Antiphon
Rufe mich an am Tag der Not, und ich werde dich retten.
Psalm 50.2, 7–15
„Höre, mein Volk, ich rede. †
Israel, ich klage dich an, ∗
ich, der ich dein Gott bin.
Nicht wegen deiner Opfer rüg’ ich dich, ∗
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an ∗
noch Böcke aus deinen Hürden.
Denn mir gehört alles Getier des Waldes, ∗
das Wild auf den Bergen zu Tausenden.
Ich kenne alle Vögel des Himmels, ∗
was sich regt auf dem Feld, ist mein Eigen.
Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, ∗
denn mein ist die Welt und was sie erfüllt.
Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen ∗
und das Blut von Böcken trinken?
Bring Gott als Opfer dein Lob ∗
und erfülle dem Höchsten deine Gelübde!
Rufe mich an am Tag der Not; ∗
dann rette ich dich und du wirst mich ehren.“
Ant.
Rufe mich an am Tag der Not, und ich werde dich retten.
3. Antiphon
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil.
Psalm 50.3, 16–23
Zum Frevler spricht Gott: †
„Was zählst du meine Gebote auf ∗
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst, ∗
meine Worte wirfst du hinter dich.
Siehst du einen Dieb, so läufst du mit, ∗
du machst dich mit Ehebrechern gemein.
Dein Mund redet böse Worte ∗
und deine Zunge stiftet Betrug an.
Von deinem Bruder redest du schändlich, ∗
auf den Sohn deiner Mutter häufst du Verleumdung.
Das hast du getan und ich soll schweigen? †
Meinst du, ich bin wie du? ∗
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Begreift es doch, ihr, die ihr Gott vergesst! ∗
Sonst zerreiße ich euch, und niemand kann euch retten.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; ∗
wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil.“
Ant.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil.
Versikel
V: Wir hören nicht auf, für euch zu beten.
R: Dass ihr den Willen Gottes erkennt.
Erste Lesung (3,9-15.24 – 4,4)
Empfehlung der Weisheit
Höre, Israel, die Gebote des Lebens; merkt auf, um Einsicht zu erlangen. Warum, Israel, warum lebst du im Gebiet der Feinde, siechst dahin in einem fremden Land, bist unrein geworden, den Toten gleich, wurdest zu den Abgeschiedenen gezählt? Du hast den Quell der Weisheit verlassen. Wärest du auf Gottes Weg gegangen, du wohntest in Frieden für immer. Nun lerne, wo die Einsicht ist, wo Kraft und wo Klugheit, dann erkennst du zugleich, wo langes Leben und Lebensglück, wo Licht für die Augen und Frieden zu finden sind.
Hymnus auf die Weisheit
Wer hat je den Ort (der Weisheit) gefunden? Wer ist zu ihren Schatzkammern vorgedrungen? Israel, wie groß ist das Haus Gottes, wie weit das Gebiet seiner Herrschaft! Unendlich groß und unermesslich hoch. Dort wurden die Riesen geboren, die berühmten Männer der Urzeit, hoch an Wuchs und Meister im Kampf. Und doch hat Gott nicht diese erwählt, nicht ihnen den Weg der Weisheit gezeigt. Sie gingen zugrunde, weil sie ohne Einsicht waren; ihrer Torheit wegen gingen sie unter. Wer stieg zum Himmel hinauf, holte die Weisheit und brachte sie aus den Wolken herab? Wer fuhr über das Meer und entdeckte sie und brachte sie her gegen lauteres Gold? Keiner weiß ihren Weg, niemand kennt ihren Pfad. Doch der Allwissende kennt sie; er hat sie in seiner Einsicht entdeckt. Er hat ja die Erde für immer gegründet, er hat sie mit Tieren bevölkert. Er entsendet das Licht und es eilt dahin; er ruft es zurück und zitternd gehorcht es ihm. Froh leuchten die Sterne auf ihren Posten. Ruft er sie, so antworten sie: Hier sind wir. Sie leuchten mit Freude für ihren Schöpfer. Das ist unser Gott; kein anderer gilt neben ihm. Er hat den Weg der Weisheit ganz erkundet und hat sie Jakob, seinem Diener, verliehen, Israel, seinem Liebling. Dann erschien sie auf der Erde und hielt sich unter den Menschen auf.
Das Glück in der Weisheit
Sie ist das Buch der Gebote Gottes, das Gesetz, das ewig besteht. Alle, die an ihr fest halten, finden das Leben; doch alle, die sie verlassen, verfallen dem Tod. Kehr um, Jakob, ergreif sie! Geh deinen Weg im Glanz ihres Lichtes! Überlass deinen Ruhm keinem andern, dein Vorrecht keinem fremden Volk! Glücklich sind wir, das Volk Israel; denn wir wissen, was Gott gefällt.
Aus dem Buch Baruch.
Zweite Lesung
Das Wort, Gottes Weisheit, ist Fleisch geworden
Der heilige Apostel Paulus spricht von zwei Menschen, von dem das Menschengeschlecht abstamme; von Adam und Christus. Er spricht von zwei Menschen, die sich leiblich gleichen, aber an Würde sich unterscheiden, die sich in der menschlichen Gestalt ähnlich sind, in ihrem Ursprung aber ganz verschieden: Paulus sagt: „Adam, der Erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendigmachender Geist.“
Jener erste ist von diesem letzten geschaffen worden und hat auch von ihm die Seele erhalten, damit er lebendig wurde. Der Letzte Adam hat sich als Schöpfer selbst gebildet, braucht von keinem anderen Leben zu erwarten, sondern er allein spendet allen das Leben. Jener ist aus gewöhnlichem Lehm gemacht, dieser geht aus dem kostbaren Schoß der Jungfrau hervor. Bei jenem wird die Erde zu Fleisch, in diesem wurde das Fleisch zur Würde Gottes erhoben.
Dieser letzte Adam ist es, der bei der Formung dem ersten sein Bild aufprägte. Daher kam es, dass er seine Gestalt annahm und seinen Namen empfing, damit ihm nicht verlorenging, was er zu seinem Bild gemacht hatte. Der Erste Adam, der Letzte Adam: Der Erste hat einen Anfang, der Letzte hat kein Ende, weil dieser Letzte in Wirklichkeit der Erste ist. Sagt er doch: „Ich bin das Alpha und das Omega.“ „Ich bin das Alpha“, das heißt: ohne Anfang. „Ich bin das Omega“, das heißt: ohne Ende. „Aber zuerst kommt nicht das Überirdische, zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische.“ Die Erde ist gewiss früher als die Frucht, aber nicht so kostbar wie sie. Die Erde verlangt Seufzen und Mühen, die Frucht spendet Dasein und Leben. Mit Recht jubelt der Prophet über solche Frucht: „Unser Land gibt seinen Ertrag.“ Welchen Ertrag? Jenen, von dem er anderswo sagt: „Einen Spross aus deinem Geschlecht will setzen auf deinen Thron.“ „Der Erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der Zweite stammt vom Himmel.“ „Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren.“
Bereits nach dem Bild unseres Herrn wiedergeboren, von Gott als Kinder angenommen, lasst uns in voller Ähnlichkeit das volle Bild unseres Schöpfers tragen, nicht in der Erhabenheit, wie er sie allein besitzt, sondern in Unschuld, Arglosigkeit, Milde, Geduld, Demut, Barmherzigkeit, Eintracht, worin der Schöpfer uns dem Werden und dem Sein nach verbunden sein wollte.
Petrus Chrysologus († 450) – Aus einer Predigt über die Ebenbildlichkeit des Menschengeschlechtes mit Christus.
Oration
Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge, sieh gnädig auf uns. Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
ABSCHLUSS
V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.
LAUDES
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Die Nacht ist vergangen,
wir schauen erwartend den steigenden Tag
und grüßen dich, Christus.
Schon lockt uns die Taube,
wir horchen, verlangend zu folgen dem Ruf
unsres Herrn und Christus.
Die Nebel entweichen
im Glanze der strahlenden Klarheit und Kraft
des kommenden Christus.
Wir loben den Vater
und preisen im Geiste die Sonne des Heils:
den herrlichen Christus.
Hymnus
1. Antiphon
Wie schön ist es, deinem Namen zu singen, am Morgen deine Huld zu verkünden.
Psalm 92
Wir singen Lob wegen der Taten des Eingeborenen. (Athanasius)
Schön ist es, dem Herrn zu danken
Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, ∗
deinem Namen, du Höchster, zu singen,
am Morgen deine Huld zu verkünden ∗
und in den Nächten deine Treue
zur zehnsaitigen Laute, zur Harfe, ∗
zum Klang der Zither.
Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht; ∗
Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände.
Wie groß sind deine Werke, o Herr, ∗
wie tief deine Gedanken!
Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, ∗
ein Tor kann es nicht verstehen.
Wenn auch die Frevler gedeihen †
und alle, die Unrecht tun, wachsen, ∗
so nur, damit du sie für immer vernichtest.
Herr, du bist der Höchste, ∗
du bleibst auf ewig.
Doch deine Feinde, Herr, wahrhaftig, deine Feinde vergehen; ∗
auseinander getrieben werden alle, die Unrecht tun.
Du machtest mich stark wie einen Stier, ∗
du salbtest mich mit frischem Öl.
Mein Auge blickt herab auf meine Verfolger, †
auf alle, die sich gegen mich erheben; ∗
mein Ohr hört vom Geschick der Bösen.
Der Gerechte gedeiht wie die Palme, ∗
er wächst wie die Zedern des Libanon.
Gepflanzt im Hause des Herrn, ∗
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.
Sie tragen Frucht noch im Alter ∗
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Gerecht ist der Herr; ∗
mein Fels ist er, an ihm ist kein Unrecht.
Ant.
Wie schön ist es, deinem Namen zu singen, am Morgen deine Huld zu verkünden.
2. Antiphon
Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist.
Canticum: Ez 36,24–28
Ich hole euch heraus aus den Völkern, †
ich sammle euch aus allen Ländern ∗
und bringe euch in euer Land.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. ∗
Ich reinige euch von aller Unreinheit, von all euren Götzen.
$Ich schenk'e euch ein neues Herz ∗
und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust ∗
und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch †
und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt, ∗
auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
Dann werdet ihr in dem Land+e wohnen, ∗
das ich euren Vätern gab.
Ihr werdet mein Volk sein, ∗
und ich werde euer Gott sein.
Ant.
Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist.
3. Antiphon
Aus dem Mund der Kinder schaffst du dir Lob, o Herr.
Psalm 8
Herr, unser Herrscher, †
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; ∗
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, †
deinen Gegnern zum Trotz; ∗
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.
Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, ∗
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, ∗
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, ∗
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, ∗
hast ihm alles zu Füßen gelegt:
all die Schafe, Ziegen und Rinder ∗
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, ∗
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher, ∗
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!
Ant.
Aus dem Mund der Kinder schaffst du dir Lob, o Herr.
Kurzlesung
2 Petr 3,13–14
Gottes Verheißung gemäß erwarten wir einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden!
Jubeln soll dir, Herr, mein Mund, * dir will ich singen und spielen. –
V: Von deiner Gerechtigkeit soll meine Zunge reden. * Dir will ich singen und spielen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Benedictus
Herr, lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens.
Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! ∗
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt ∗
im Hause seines Knechtes David.
So hat er verheißen von alters her ∗
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unsern Feinden ∗
und aus der Hand aller, die uns hassen;
er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet †
und an seinen heiligen Bund gedacht, ∗
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, †
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit ∗
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; †
denn du wirst dem Herrn vorangehn ∗
und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken ∗
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes ∗
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, ∗
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
Bitten
Gepriesen sei Gott, der durch seinen Sohn der Welt Hoffnung und Leben schenkt. Zu ihm lasst uns beten:
Höre unser Gebet.
Gott, du schenkst uns diesen neuen Tag;
gib, dass wir ihn zu deiner Ehre vollenden.
Du hast Glaube, Hoffnung und Liebe in unsere Herzen eingesenkt;
erhalte in uns allezeit deine Gaben.
Unsere Augen seien stets auf dich gerichtet;
mach uns bereit, deinem Ruf zu folgen.
Bewahre uns vor den Verlockungen des Bösen
und schütze uns auf allen unseren Wegen.
Gepriesen sei Gott, der durch seinen Sohn der Welt Hoffnung und Leben schenkt. Zu ihm lasst uns beten:
Höre unser Gebet.
Gott, du schenkst uns diesen neuen Tag;
gib, dass wir ihn zu deiner Ehre vollenden.
Höre unser Gebet.
Du hast Glaube, Hoffnung und Liebe in unsere Herzen eingesenkt;
erhalte in uns allezeit deine Gaben.
Höre unser Gebet.
Unsere Augen seien stets auf dich gerichtet;
mach uns bereit, deinem Ruf zu folgen.
Höre unser Gebet.
Bewahre uns vor den Verlockungen des Bösen
und schütze uns auf allen unseren Wegen.
Höre unser Gebet.
VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Oration
Allmächtiger Gott, du wahres Licht und ewiger Tag, du schenkst uns im Kreislauf der Zeit immer wieder einen neuen Morgen. Vertreibe die Nacht des Bösen und erleuchte unser Herz durch den hellen Glanz deines Kommens.
ABSCHLUSS
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
TERZ
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.
Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.
Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ich habe mir deine Befehle erwählt.
Psalm 119.169, 169–176 XXII
Herr, zu dir dringe mein Rufen. ∗
Gib mir Einsicht, getreu deinem Wort!
Mein Flehen komme vor dein Angesicht. ∗
Reiß mich heraus getreu deiner Verheißung!
Meine Lippen sollen überströmen von Lobpreis; ∗
denn du lehrst mich deine Gesetze.
Meine Zunge soll deine Verheißung besingen; ∗
denn deine Gebote sind alle gerecht.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ∗
denn ich habe mir deine Befehle erwählt.
Ich sehne mich, Herr, nach deiner Hilfe ∗
und deine Weisung macht mich froh.
Lass meine Seele leben, damit sie dich preisen kann! ∗
Deine Entscheidungen mögen mir helfen.
Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf. †
Suche deinen Knecht! ∗
Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.
Ant.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ich habe mir deine Befehle erwählt.
2. Antiphon
Dein Thron, o Herr, steht für immer und ewig.
Psalm 45.1, 2–10
Mein Herz fließt über von froher Kunde, †
ich weihe mein Lied dem König. ∗
Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.
Du bist der Schönste von allen Menschen, †
Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; ∗
darum hat Gott dich für immer gesegnet.
Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, ∗
kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!
Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! ∗
Furchtgebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.
Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, ∗
die Feinde des Königs verlieren den Mut.
Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; ∗
das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.
Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, †
darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude ∗
wie keinen deiner Gefährten.
Von Myrrhe, Aloë und Kassia duften all deine Gewänder, ∗
aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.
Königstöchter gehen dir entgegen, ∗
die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.
Ant.
Dein Thron, o Herr, steht für immer und ewig.
3. Antiphon
Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam.
Psalm 45.2, 11–18
Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, ∗
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit; ∗
er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!
Die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben, ∗
deine Gunst begehren die Edlen des Volkes.
Die Königstochter ist herrlich geschmückt, ∗
ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.
Man geleitet sie in bunt gestickten Kleidern zum König, †
Jungfrauen sind ihr Gefolge, ∗
ihre Freundinnen führt man zu dir.
Man geleitet sie mit Freude und Jubel, ∗
sie ziehen ein in den Palast des Königs.
An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; ∗
du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.
Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht; ∗
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.
Ant.
Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam.
Kurzlesung
Dan 6,27b–28a
Der Gott Israels ist der lebendige Gott; er lebt in Ewigkeit. Sein Reich geht niemals unter; seine Herrschaft hat kein Ende. Er rettet und befreit; er wirkt Zeichen und Wunder am Himmel und auf der Erde.
V: Erkennt, dass ich Gott bin.
Erhaben über die Völker, erhaben auf Erden.
Oration
Gott, allmächtiger Vater, du unser Herr, wir neigen uns vor dir. Sende uns das Licht des Heiligen Geistes, damit wir sicher sind vor jedem Feind und in der Freude des Herzens dir unser Lob weihen, heute und alle Tage.
SEXT
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ich habe mir deine Befehle erwählt.
Psalm 119.169, 169–176 XXII
Herr, zu dir dringe mein Rufen. ∗
Gib mir Einsicht, getreu deinem Wort!
Mein Flehen komme vor dein Angesicht. ∗
Reiß mich heraus getreu deiner Verheißung!
Meine Lippen sollen überströmen von Lobpreis; ∗
denn du lehrst mich deine Gesetze.
Meine Zunge soll deine Verheißung besingen; ∗
denn deine Gebote sind alle gerecht.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ∗
denn ich habe mir deine Befehle erwählt.
Ich sehne mich, Herr, nach deiner Hilfe ∗
und deine Weisung macht mich froh.
Lass meine Seele leben, damit sie dich preisen kann! ∗
Deine Entscheidungen mögen mir helfen.
Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf. †
Suche deinen Knecht! ∗
Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.
Ant.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ich habe mir deine Befehle erwählt.
2. Antiphon
Dein Thron, o Herr, steht für immer und ewig.
Psalm 45.1, 2–10
Mein Herz fließt über von froher Kunde, †
ich weihe mein Lied dem König. ∗
Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.
Du bist der Schönste von allen Menschen, †
Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; ∗
darum hat Gott dich für immer gesegnet.
Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, ∗
kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!
Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! ∗
Furchtgebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.
Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, ∗
die Feinde des Königs verlieren den Mut.
Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; ∗
das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.
Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, †
darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude ∗
wie keinen deiner Gefährten.
Von Myrrhe, Aloë und Kassia duften all deine Gewänder, ∗
aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.
Königstöchter gehen dir entgegen, ∗
die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.
Ant.
Dein Thron, o Herr, steht für immer und ewig.
3. Antiphon
Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam.
Psalm 45.2, 11–18
Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, ∗
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit; ∗
er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!
Die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben, ∗
deine Gunst begehren die Edlen des Volkes.
Die Königstochter ist herrlich geschmückt, ∗
ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.
Man geleitet sie in bunt gestickten Kleidern zum König, †
Jungfrauen sind ihr Gefolge, ∗
ihre Freundinnen führt man zu dir.
Man geleitet sie mit Freude und Jubel, ∗
sie ziehen ein in den Palast des Königs.
An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; ∗
du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.
Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht; ∗
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.
Ant.
Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam.
Kurzlesung
Röm 15,5–7
Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist. Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.
V: Der Herr hat Gefallen an seinem Volk.
Er krönt die Gebeugten mit Sieg.
Oration
Herr, du Feuer ewiger Liebe, entzünde unser Herz mit deiner Glut, damit wir dich über alles lieben und aus Liebe zu dir auch unsere Brüder.
NON
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Hymnus
1. Antiphon
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ich habe mir deine Befehle erwählt.
Psalm 119.169, 169–176 XXII
Herr, zu dir dringe mein Rufen. ∗
Gib mir Einsicht, getreu deinem Wort!
Mein Flehen komme vor dein Angesicht. ∗
Reiß mich heraus getreu deiner Verheißung!
Meine Lippen sollen überströmen von Lobpreis; ∗
denn du lehrst mich deine Gesetze.
Meine Zunge soll deine Verheißung besingen; ∗
denn deine Gebote sind alle gerecht.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ∗
denn ich habe mir deine Befehle erwählt.
Ich sehne mich, Herr, nach deiner Hilfe ∗
und deine Weisung macht mich froh.
Lass meine Seele leben, damit sie dich preisen kann! ∗
Deine Entscheidungen mögen mir helfen.
Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf. †
Suche deinen Knecht! ∗
Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.
Ant.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; ich habe mir deine Befehle erwählt.
2. Antiphon
Dein Thron, o Herr, steht für immer und ewig.
Psalm 45.1, 2–10
Mein Herz fließt über von froher Kunde, †
ich weihe mein Lied dem König. ∗
Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.
Du bist der Schönste von allen Menschen, †
Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; ∗
darum hat Gott dich für immer gesegnet.
Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, ∗
kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!
Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! ∗
Furchtgebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.
Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, ∗
die Feinde des Königs verlieren den Mut.
Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; ∗
das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.
Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, †
darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude ∗
wie keinen deiner Gefährten.
Von Myrrhe, Aloë und Kassia duften all deine Gewänder, ∗
aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.
Königstöchter gehen dir entgegen, ∗
die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.
Ant.
Dein Thron, o Herr, steht für immer und ewig.
3. Antiphon
Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam.
Psalm 45.2, 11–18
Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, ∗
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit; ∗
er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!
Die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben, ∗
deine Gunst begehren die Edlen des Volkes.
Die Königstochter ist herrlich geschmückt, ∗
ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.
Man geleitet sie in bunt gestickten Kleidern zum König, †
Jungfrauen sind ihr Gefolge, ∗
ihre Freundinnen führt man zu dir.
Man geleitet sie mit Freude und Jubel, ∗
sie ziehen ein in den Palast des Königs.
An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; ∗
du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.
Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht; ∗
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.
Ant.
Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam.
Kurzlesung
Phil 4,8.9b
Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.
V: Ich will dich rühmen, mein Gott und König.
Deinen Namen preisen immer und ewig.
Oration
Herr, unser Gott, höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria und erfülle unsere Sehnsucht nach Frieden, damit wir alle Tage unseres Lebens frei sind für den Dienst vor deinem Angesicht und ohne Gefährdung zu dir gelangen.
KOMPLET
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
SCHULDBEKENNTNIS
V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
Hymnus
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.
Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.
Psalm 4
Wenn ich rufe, erhöre mich, ∗
Gott, du mein Retter!
Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war. ∗
Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!
Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, ∗
warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?
Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen; ∗
der Herr erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.
Ereifert ihr euch, so sündigt nicht! ∗
Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still+e!
Bringt rechte Opfer dar ∗
und vertraut auf den Herrn!
Viele sagen: „Wer lässt uns Gutes erleben?“ ∗
Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten!
Du legst mir größere Freude ins Herz, ∗
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
In Frieden leg’ ich mich nieder und schlafe ein; ∗
denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.
Ant.
Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.
2. Antiphon
Zu nächtlicher Stunde preiset den Herrn.
Psalm 134
Wohlan, nun preiset den Herrn, ∗
all ihr Knechte des Herrn,
die ihr steht im Haus des Herrn, ∗
zu nächtlicher Stunde.
Erhebt eure Hände zum Heiligtum ∗
und preiset den Herrn!
Es segne dich der Herr vom Zion her, ∗
der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat.
Kurzlesung
Dtn 6,4–7
Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. –
V: Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Nunc dimittis
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.
Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, ∗
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, ∗
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, ∗
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Oration
Allmächtiger Gott, wir haben heute das Geheimnis der Auferstehung unseres Herrn gefeiert. Am Abend rufen wir zu dir: Bewahre uns in dieser Nacht vor allem Bösen. Lass uns in deinem Frieden ruhen und morgen den neuen Tag mit deinem Lob beginnen.