KALENDERBLATT

Jakobus der Ältere

Seine Pilgerstätte in Santiago de Compostela erfreut sich Dank des andauernden Pilgertrends ungebrochener Beliebtheit – und der selbstbewusste Jakobus hätte wohl nichts dagegen gehabt. Er war ein Sohn des Fischers Zebedäus und zählt zusammen mit seinem jüngeren Bruder Johannes zu den erstberufenen Jüngern (vgl. Mt 4,21f). Jakobus und Johannes sollen sehr ungestüm (vgl. Lk 9,54f) gewesen sein und dafür von Jesus den Beinamen "Donnersöhne" (Mk 3,17) erhalten haben. Die Brüder hatten bereits eine besondere Stellung unter den Jüngern inne und durften besondere Ereignisse wie die Verklärung miterleben (vgl. 17,1), doch ihre ambitionierte Mutter Salome hatte noch weitere Pläne und bat Jesus: "Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen!" (Mt 20,21) – sehr zum Unmut der anderen Jünger. Nach Ostern soll Jakobus als erster der Apostel für seinen Glauben gestorben sein (vgl. Apg 12,1f). Der Legende nach erschien Jakobus im 9. Jahrhundert einem spanischen Einsiedler und zeigte ihm das vergessene Apostelgrab in Compostela. Zur Erklärung, wie die Reliquien des galiläischen Fischers auf die iberische Halbinsel gekommen seien sollen, existieren verschiedene Traditionen. Fest steht, dass Jakobus zum spanischen Nationalheiligen avancierte und der Jakobsweg im Mittelalter sogar das römische Petrusgrab an Beliebtheit übertraf.

Gebet des Tages

Allmächtiger, ewiger Gott,

als Erster der Apostel hat der heilige Jakobus
das Zeugnis für Christus
mit seinem Blut besiegelt.

Sein Bekennermut stärke uns,
seine Fürbitte erwirke deiner Kirche
Schutz und Sicherheit.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

STUNDENBUCH

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jer 7,1-11)

Das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging:
Stell dich an das Tor des Hauses des HERRN!
Dort ruf dieses Wort aus
   und sprich: Hört das Wort des HERRN, ganz Juda,
alle, die ihr durch diese Tore kommt,
   um euch vor dem HERRN niederzuwerfen!

So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels:
Bessert euer Verhalten und euer Tun,
   dann will ich bei euch wohnen hier an diesem Ort!
Vertraut nicht auf die trügerischen Worte: Der Tempel des HERRN,
der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!

Denn nur
   wenn ihr euer Verhalten und euer Tun von Grund auf bessert,
   wenn ihr wirklich gerecht entscheidet im Rechtsstreit,
   wenn ihr die Fremden,
   die Waisen und Witwen nicht unterdrückt,
   unschuldiges Blut an diesem Ort nicht vergießt
   und nicht anderen Göttern nachlauft
   zu eurem eigenen Schaden,
   dann will ich bei euch wohnen hier an diesem Ort,
in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe
   von ewig und auf ewig.

Freilich, ihr vertraut auf die trügerischen Worte,
   die nichts nützen.
Was noch? Stehlen, morden, die Ehe brechen, falsch schwören,
dem Baal opfern und anderen Göttern nachlaufen,
   die ihr nicht kennt –
und ihr kommt und tretet vor mein Angesicht
in diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist,
und sagt: Wir sind geborgen!,
   um dann weiter alle jene Gräuel zu treiben.
Ist denn dieses Haus,
   über dem mein Name ausgerufen ist,
   in euren Augen eine Räuberhöhle geworden?
Auch ich, siehe, ich habe es gesehen –
Spruch des HERRN.

Jer

Antwortpsalm

Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht ∗
nach den Höfen des HERRN.

Mein Herz und mein Fleisch, ∗
sie jubeln dem lebendigen Gott entgegen.

Auch der Sperling fand ein Haus ∗
und die Schwalbe ein Nest, wohin sie ihre Jungen gelegt hat –

deine Altäre, HERR der Heerscharen, ∗
mein Gott und mein König.

Selig, die wohnen in deinem Haus, ∗
die dich allezeit loben.

Selig die Menschen, die Kraft finden in dir; ∗
sie schreiten dahin mit wachsender Kraft.

Ja, besser ist ein einziger Tag in deinen Höfen ∗
als tausend andere.

Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes ∗
als wohnen in den Zelten der Frevler.

Evangelium

Ruf vor dem Evangelium

Nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist
und das die Macht hat, euch zu retten!

In jener Zeit
   erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
   ist es wie mit einem Mann,
   der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während nun die Leute schliefen,
   kam sein Feind,
säte Unkraut unter den Weizen
und ging wieder weg.

Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten,
   kam auch das Unkraut zum Vorschein.
Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn
und sagten: Herr,
   hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?
Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan.
Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?

Er entgegnete: Nein,
sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus.
Lasst beides wachsen bis zur Ernte.
Wenn dann die Zeit der Ernte da ist,
   werde ich den Arbeitern sagen:
   Sammelt zuerst das Unkraut
   und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber bringt in meine Scheune.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LESEHORE

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Erwartet den Herrn,
steht als Knechte bereit an der Tür.
Schon jauchzt jeder Stern.
Seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
erglühet im Geist
im Kommen des Ewig-Geliebten,
der Kyrios heißt.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Du wirfst dein Feuer zur Erde
und willst, dass es brennt,
und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Psalmodie

1. Antiphon

Dem Himmel und der Erde ruft Gott zu, er werde sein Volk nun richten.

Psalm 50.1

Der Gott der Götter, der Herr, spricht, 

er ruft der Erde zu 

vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.

Vom Zion her, der Krone der Schönheit, 

geht Gott strahlend auf.

Unser Gott kommt und schweigt nicht; 

Feuer frisst vor ihm her; um ihn stürmt es gewaltig.

Dem Himmel droben und der Erde ruft er zu, 

er werde sein Volk nun richten:

„Versammelt mir all meine Frommen, 

die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.“

Die Himmel sollen seine Gerechtigkeit künden; 

Gott selbst wird Richter sein.

Ant.

Dem Himmel und der Erde ruft Gott zu, er werde sein Volk nun richten.

2. Antiphon

Rufe mich an am Tag der Not, und ich werde dich retten.

Psalm 50.2

„Höre, mein Volk, ich rede. 

Israel, ich klage dich an, 

ich, der ich dein Gott bin.

Nicht wegen deiner Opfer rüg’ ich dich, 

deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.

Doch nehme ich von dir Stiere nicht an 

noch Böcke aus deinen Hürden.

Denn mir gehört alles Getier des Waldes, 

das Wild auf den Bergen zu Tausenden.

Ich kenne alle Vögel des Himmels, 

was sich regt auf dem Feld, ist mein Eigen.

Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, 

denn mein ist die Welt und was sie erfüllt.

Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen 

und das Blut von Böcken trinken?

Bring Gott als Opfer dein Lob 

und erfülle dem Höchsten deine Gelübde!

Rufe mich an am Tag der Not; 

dann rette ich dich und du wirst mich ehren.“

Ant.

Rufe mich an am Tag der Not, und ich werde dich retten.

3. Antiphon

Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil.

Psalm 50.3

Zum Frevler spricht Gott: 

„Was zählst du meine Gebote auf 

und nimmst meinen Bund in deinen Mund?

Dabei ist Zucht dir verhasst, 

meine Worte wirfst du hinter dich.

Siehst du einen Dieb, so läufst du mit, 

du machst dich mit Ehebrechern gemein.

Dein Mund redet böse Worte 

und deine Zunge stiftet Betrug an.

Von deinem Bruder redest du schändlich, 

auf den Sohn deiner Mutter häufst du Verleumdung.

Das hast du getan und ich soll schweigen? 

Meinst du, ich bin wie du? 

Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.

Begreift es doch, ihr, die ihr Gott vergesst! 

Sonst zerreiße ich euch und niemand kann euch retten.

Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; 

wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil.“

Ant.

Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil.

Versikel

V: Wir hören nicht auf, für euch zu beten.
R: Dass ihr den Willen Gottes erkennt.

Erste Lesung (23,1 – 24,12)

Ruf nach Gott, dem Richter

Ijob antwortete und sprach:
Auch heute ist meine Klage Widerspruch; schwer lastet seine Hand auf meinem Seufzen.
Wüßte ich doch, wie ich ihn finden könnte, gelangen könnte zu seiner Stätte.
Ich wollte vor ihm das Recht ausbreiten, meinen Mund mit Beweisen füllen.
Wissen möchte ich die Worte, die er mir entgegnet, erfahren, was er zu mir sagt.
Würde er in der Fülle der Macht mit mir streiten? Nein, gerade er wird auf mich achten.
Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten und ich käme für immer frei von meinem Richter.
Geh ich nach Osten, so ist er nicht da, nach Westen, so merke ich ihn nicht,
nach Norden, sein Tun erblicke ich nicht; bieg ich nach Süden, sehe ich ihn nicht.
Doch er kennt den Weg, den ich gehe; prüfte er mich, ich ginge wie Gold hervor.
Mein Fuß hielt fest an seiner Spur, seinen Weg hielt ich ein und bog nicht ab.
Das Gebot seiner Lippen gab ich nicht auf; seines Mundes Worte barg ich im Herzen.
Doch er bleibt sich gleich. Wer stimmt ihn um? Wonach ihn gelüstet, das führt er aus.
Ja, er vollendet, was er mir bestimmt hat; und Ähnliches hat er noch viel im Sinn.
Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht; denk ich daran, gerate ich in Angst vor ihm.
Gott macht mein Herz verzagt, der Allmächtige versetzt mich in Schrecken.
Denn bin ich nicht von Finsternis umschlossen, bedeckt nicht Dunkel mein Angesicht?

Der Übermut der Sünder

Warum hat der Allmächtige keine Fristen bestimmt? Warum schauen, die ihn kennen, seine Gerichtstage nicht?
Jene verrücken die Grenzen, rauben Herden und führen sie zur Weide.
Den Esel der Waisen treiben sie fort, pfänden das Rind der Witwe.
Vom Weg drängen sie die Armen, es verbergen sich alle Gebeugten des Landes.
Sieh, wie Wildesel in der Steppe ziehen sie zu ihrer Arbeit aus; die Steppe suchen sie nach Nahrung ab, nach Brot für ihre Kinder.
Auf dem Feld schneiden sie des Nachts, halten im Weinberg des Frevlers Nachlese.
Nackt verbringen sie die Nacht, ohne Kleider, haben keine Decke in der Kälte.
Vom Regen der Berge sind sie durchnässt, klammern sich ohne Schutz an den Fels.
Von der Mutterbrust reißen sie die Waisen, den Säugling des Armen nehmen sie zum Pfand.
Nackt müssen sie gehen, ohne Kleid, hungernd tragen sie Garben.
Zwischen Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und müssen doch dürsten.
Aus der Stadt stöhnen Sterbende, der Erschlagenen Leben schreit laut. Doch Gott achtet nicht auf ihr Flehen.

Aus dem Buch Ijob.

Zweite Lesung

Die Leidensgefährten Christi

Die Söhne des Zebedäus bedrängten Jesus mit den folgenden Worten: „Lass in deinem Reich den einen von uns rechts und den anderen links neben dir sitzen!“

Was antwortet Jesus? Er weist darauf hin, dass sie etwas Ungeistliches erbeten haben und dass sie es nicht gewagt hätten zu bitten, hätten sie gewusst, um was sie baten. Er sagt: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet“ , wie groß und wunderbar das ist und wie sehr es selbst die Kraft der Mächte im Himmel übersteigt. Dann fährt er fort: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?“ Er will damit sagen: Ihr sprecht von Ehren und Kränzen, ich aber rede von Kampf und Schweiß. Denn noch ist nicht die Zeit für den Siegerpreis, noch erscheint meine Herrlichkeit nicht. Die Gegenwart ist eine Zeit von Mord, Kampf und Gefahr.

Beachte auch, wie er sie durch die Art seines Fragens behutsam in die von ihm gewollte Richtung lenkt! Er sagt nicht: „Könnt ihr den gewaltsamen Tod auf euch nehmen? Könnt ihr euer Blut vergießen?“, sondern er fragt: „Könnt ihr den Kelch trinken?“, und um sie an sich zu ziehen, fügt er hinzu: „den ich trinke“, damit sie durch die Gemeinschaft mit seiner Person bereitwilliger werden. Dann nennt er das Trinken des Bechers eine Taufe, um zu zeigen, dass der Erdkreis dadurch die große Läuterung erfahren soll.

Sie antworten ihm: „Wir können es.“ In der Bereitwilligkeit ihres Herzens versprechen sie es sogleich, ohne zu wissen, was sie da sagen, und erwarten die Gewährung ihrer Bitte. Und was sagt Jesus? „Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.“ Eine große und schöne Verheißung gibt er ihnen, nämlich: Ihr werdet des Martyriums gewürdigt und müsst ebenso leiden wie ich. Mit einem gewaltsamen Tod werdet ihr euer Leben beschließen, und darin werdet ihr meine Gefährten sein. „Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe ich nicht zu vergeben; dort werden die sitzen, die für diese Plätze bestimmt sind.“

Erst erhebt er ihren Geist auf eine höhere Ebene und wappnet sie gegen Traurigkeit, dann erst rückt er ihre Bitte zurecht.

„Die zehn anderen Jünger wurden sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes.“ Sieh, wie unvollkommen sie alle waren, die einen, weil sie Vorrang vor den zehn haben wollten, die anderen, weil sie die beiden beneideten. Doch zeige mir, was dann aus ihnen geworden ist, und du wirst sehen, dass sie von all diesen Leidenschaften frei geworden sind. Höre, wie derselbe Johannes, der jetzt mit dieser Bitte an den Herrn herangetreten ist, überall dem Petrus den Vortritt lässt, sowohl in den Reden zum Volk als auch bei den Wundertaten in der Apostelgeschichte. Und was Jakobus anbelangt: er lebte nicht mehr lange. Von Anfang an erfüllte ihn eine solche Glut, dass er alles Menschliche hinter sich ließ, zu unsagbarer Höhe emporstieg und schon bald den Tod erlitt.

Johannes Chrysostomus (†°407) – Aus einer Homilie zum Matthäusevangelium.

Te Deum

Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle,
dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Kerubim dir und die Serafim
mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig
der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde
von deiner hohen Herrlichkeit.


Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund
die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät;
deinen wahren und einzigen Sohn;
und den Heiligen Fürsprecher Geist.


Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden,
den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel
und denen, die glauben,
die Reiche der Himmel aufgetan.


Du sitzest zur Rechten Gottes
in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir,
kehrst du einst wieder.
Dich bitten wir denn,
komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit
zähle uns deinen Heiligen zu.


Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe;
und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit.
An jedem Tag benedeien wir dich
und loben in Ewigkeit deinen Namen,
ja, in der ewigen Ewigkeit.
In Gnaden wollest du, Herr,
an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.


Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Lass über uns dein Erbarmen geschehn,
wie wir gehofft auf dich.
Auf dich, o Herr,
habe ich meine Hoffnung gesetzt.
In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, als erster der Apostel hat der heilige Jakobus das Zeugnis für Christus mit seinem Blut besiegelt. Sein Bekennermut stärke uns, seine Fürbitte erwirke deiner Kirche Schutz und Sicherheit.

ABSCHLUSS

V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.

LAUDES

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Die Nacht ist vergangen,
wir schauen erwartend den steigenden Tag
und grüßen dich, Christus.

Schon lockt uns die Taube,
wir horchen, verlangend zu folgen dem Ruf
unsres Herrn und Christus.

Die Nebel entweichen
im Glanze der strahlenden Klarheit und Kraft
des kommenden Christus.

Wir loben den Vater
und preisen im Geiste die Sonne des Heils:
den herrlichen Christus.

Psalmodie

1. Antiphon

Jesus sah Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; und er rief sie zu sich.

Psalm 92

Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, 

deinem Namen, du Höchster, zu singen,

am Morgen deine Huld zu verkünden 

und in den Nächten deine Treue

zur zehnsaitigen Laute, zur Harfe, 

zum Klang der Zither.

Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht; 

Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände.

Wie groß sind deine Werke, o Herr, 

wie tief deine Gedanken!

Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, 

ein Tor kann es nicht verstehen.

Wenn auch die Frevler gedeihen 

und alle, die Unrecht tun, wachsen, 

so nur, damit du sie für immer vernichtest.

Herr, du bist der Höchste, 

du bleibst auf ewig.

Doch deine Feinde, Herr, wahrhaftig, deine Feinde vergehen; 

auseinander getrieben werden alle, die Unrecht tun.

Du machtest mich stark wie einen Stier, 

du salbtest mich mit frischem Öl.

Mein Auge blickt herab auf meine Verfolger, 

auf alle, die sich gegen mich erheben; 

mein Ohr hört vom Geschick der Bösen.

Der Gerechte gedeiht wie die Palme, 

er wächst wie die Zedern des Libanon.

Gepflanzt im Hause des Herrn, 

gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.

Sie tragen Frucht noch im Alter 

und bleiben voll Saft und Frische;

sie verkünden: Gerecht ist der Herr; 

mein Fels ist er, an ihm ist kein Unrecht.

Ant.

Jesus sah Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; und er rief sie zu sich.

2. Antiphon

Ohne zu zögern, verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

Psalm 196

Ich hole euch heraus aus den Völkern, 

ich sammle euch aus allen Ländern 

und bringe euch in euer Land.

Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. 

Ich reinige euch von aller Unreinheit, von all euren Götzen.

Ich schenke euch ein neues Herz 

und lege einen neuen Geist in euch.

Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust 

und gebe euch ein Herz von Fleisch.

Ich lege meinen Geist in euch 

und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt, 

auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.

Dann werdet ihr in dem Land wohnen, 

das ich euren Vätern gab.

Ihr werdet mein Volk sein, 

und ich werde euer Gott sein.

Ant.

Ohne zu zögern, verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

3. Antiphon

Den Kelch, den ich trinke, werdet ihr trinken, und die Taufe, die ich empfangen muss, werdet auch ihr empfangen.

Psalm 8

Herr, unser Herrscher, 

wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; 

über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.

Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, 

deinen Gegnern zum Trotz; 

deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.

Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, 

Mond und Sterne, die du befestigt:

Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, 

des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, 

hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, 

hast ihm alles zu Füßen gelegt:

all die Schafe, Ziegen und Rinder 

und auch die wilden Tiere,

die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, 

alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Herr, unser Herrscher, 

wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

Ant.

Den Kelch, den ich trinke, werdet ihr trinken, und die Taufe, die ich empfangen muss, werdet auch ihr empfangen.

Kurzlesung

Gottes Verheißung gemäß erwarten wir einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden!

Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.

Benedictus

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich und führte sie auf einen hohen Berg. Dort wurde er vor ihren Augen verklärt.

Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! 

Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt 

im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her 

durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden 

und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet 

und an seinen heiligen Bund gedacht, 

an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, 

ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit 

vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; 

denn du wirst dem Herrn vorangehn 

und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken 

in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes 

wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, 

und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, als erster der Apostel hat der heilige Jakobus das Zeugnis für Christus mit seinem Blut besiegelt. Sein Bekennermut stärke uns, seine Fürbitte erwirke deiner Kirche Schutz und Sicherheit.

ABSCHLUSS

V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.

TERZ

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

Psalmodie

Psalm 120

Ich rief zum Herrn in meiner Not, 

und er hat mich erhört.

Herr, rette mein Leben vor Lügnern, 

rette es vor falschen Zungen!

Was soll er dir tun, was alles dir antun, 

du falsche Zunge?

Scharfe Pfeile von Kriegerhand 

und glühende Ginsterkohlen dazu.

Weh mir, dass ich als Fremder in Meschech bin 

und bei den Zelten von Kedar wohnen muss!

Ich muss schon allzu lange wohnen 

bei Leuten, die den Frieden hassen.

Ich verhalte mich friedlich; 

doch ich brauche nur zu reden, dann suchen sie Hader und Streit.

Psalm 121

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: 

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, 

der Himmel und Erde gemacht hat.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken; 

er, der dich behütet, schläft nicht.

Nein, der Hüter Israels 

schläft und schlummert nicht.

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; 

er steht dir zur Seite.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden 

noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behüte dich vor allem Bösen, 

er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, 

von nun an bis in Ewigkeit.

Psalm 122

Ich freute mich, als man mir sagte: 

„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“

Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem: 

Jerusalem, du starke Stadt, 

dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, 

wie es Israel geboten ist, 

den Namen des Herrn zu preisen.

Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, 

die Throne des Hauses David.

Erbittet für Jerusalem Frieden! 

Wer dich liebt, sei in dir geborgen.

Friede wohne in deinen Mauern, 

in deinen Häusern Geborgenheit!

Wegen meiner Brüder und Freunde 

will ich sagen: In dir sei Friede!

Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, 

will ich dir Glück erflehen.

Kurzlesung

Uns Aposteln hat Gott das Wort von der Versöhnung anvertraut. Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, als erster der Apostel hat der heilige Jakobus das Zeugnis für Christus mit seinem Blut besiegelt. Sein Bekennermut stärke uns, seine Fürbitte erwirke deiner Kirche Schutz und Sicherheit.

SEXT

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Psalmodie

Psalm 123

Ich erhebe meine Augen zu dir, 

der du hoch im Himmel thronst.

Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, 

wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,

so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, 

bis er uns gnädig ist.

Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig, 

denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,

übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott, 

von der Verachtung der Stolzen.

Psalm 124

Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt 

– so soll Israel sagen –,

hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, 

als sich gegen uns Menschen erhoben,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen, 

als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.

Dann hätten die Wasser uns weggespült, 

hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen, 

die wilden und wogenden Wasser.

Gelobt sei der Herr, 

der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.

Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen, 

das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.

Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn, 

der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm 125

Wer auf den Herrn vertraut, steht fest wie der Zionsberg, 

der niemals wankt, der ewig bleibt.

Wie Berge Jerusalem rings umgeben, 

so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.

Das Zepter des Frevlers soll nicht auf dem Erbland der Gerechten lasten, 

damit die Hand der Gerechten nicht nach Unrecht greift.

Herr, tu Gutes den Guten, 

den Menschen mit redlichem Herzen!

Doch wer auf krumme Wege abbiegt, 

den jage, Herr, samt den Frevlern davon! 

Frieden über Israel!

Kurzlesung

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, als erster der Apostel hat der heilige Jakobus das Zeugnis für Christus mit seinem Blut besiegelt. Sein Bekennermut stärke uns, seine Fürbitte erwirke deiner Kirche Schutz und Sicherheit.

NON

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.

Psalmodie

Psalm 126

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, 

da waren wir alle wie Träumende.

Da war unser Mund voll Lachen 

und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern: 

„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“

Ja, Großes hat der Herr an uns getan. 

Da waren wir fröhlich.

Wende doch, Herr, unser Geschick, 

wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.

Die mit Tränen säen, 

werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen 

und tragen den Samen zur Aussaat.

Sie kommen wieder mit Jubel 

und bringen ihre Garben ein.

Psalm 127

Wenn nicht der Herr das Haus baut, 

müht sich jeder umsonst, der daran baut.

Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, 

wacht der Wächter umsonst.

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht 

und euch spät erst niedersetzt,

um das Brot der Mühsal zu essen; 

denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.

Kinder sind eine Gabe des Herrn, 

die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.

Wie Pfeile in der Hand des Kriegers, 

so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.

Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat! 

Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.

Psalm 128

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt 

und der auf seinen Wegen geht!

Was deine Hände erwarben, kannst du genießen; 

wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau 

drinnen in deinem Haus.

Wie junge Ölbäume sind deine Kinder 

rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet, 

der den Herrn fürchtet und ehrt.

Es segne dich der Herr vom Zion her. 

Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen

und die Kinder deiner Kinder sehn. 

Frieden über Israel!

Kurzlesung

Die Apostel gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Jesu Schmach zu erleiden. Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tempel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, als erster der Apostel hat der heilige Jakobus das Zeugnis für Christus mit seinem Blut besiegelt. Sein Bekennermut stärke uns, seine Fürbitte erwirke deiner Kirche Schutz und Sicherheit.

VESPER

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Der Himmel jauchze Lobgesang,
in Freude juble alle Welt:
Der heiligen Apostel Ruhm
erschallt in festlichem Gesang.

Gerechte Richter dieser Zeit
und wahre Leuchten für die Welt,
ihr ersten Zeugen unsres Heils,
vernehmt, was unser Lied erfleht.

Der Herr gab euch Gewalt und Amt,
ihr bindet und ihr löst die Schuld;
so löst auch uns, wir bitten euch,
die Schuld, in die wir uns verstrickt.

Wenn dann am Ende dieser Zeit
der Herr als Richter wiederkommt,
gewähre er in seiner Huld
uns seiner Freude Ewigkeit.

Gott Vater, dir sei Preis und Ruhm
und deinem eingebornen Sohn,
dem Beistand auch, dem Heil’gen Geist,
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Psalmodie

1. Antiphon

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich nach Getsémani. Da ergriff ihn Furcht und Angst.

Psalm 116.2

Voll Vertrauen war ich, auch wenn ich sagte: 

Ich bin so tief gebeugt.

In meiner Bestürzung sagte ich: 

Die Menschen lügen alle.

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, 

was er mir Gutes getan hat?

Ich will den Kelch des Heils erheben 

und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen 

offen vor seinem ganzen Volk.

Kostbar ist in den Augen des Herrn 

das Sterben seiner Frommen.

Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, 

dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd. 

Du hast meine Fesseln gelöst.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen 

und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen 

offen vor seinem ganzen Volk,

in den Vorhöfen am Haus des Herrn, 

in deiner Mitte, Jerusalem.

Ant.

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich nach Getsémani. Da ergriff ihn Furcht und Angst.

2. Antiphon

Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet.

Psalm 126

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, 

da waren wir alle wie Träumende.

Da war unser Mund voll Lachen 

und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern: 

„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“

Ja, Großes hat der Herr an uns getan. 

Da waren wir fröhlich.

Wende doch, Herr, unser Geschick, 

wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.

Die mit Tränen säen, 

werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen 

und tragen den Samen zur Aussaat.

Sie kommen wieder mit Jubel 

und bringen ihre Garben ein.

Ant.

Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet.

3. Antiphon

Der König Herodes ließ einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er hinrichten mit dem Schwert.

Psalm 151

Halleluja.
Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht ist bei unserm Gott. 

(R Halleluja.
Seine Urteile sind wahr und gerecht.
R Halleluja Halleluja.

Halleluja.
Preist unsern Gott, all seine Knechte 

(R Halleluja.
und alle, die ihn fürchten, Große und Kleine!
R Halleluja Halleluja.

Halleluja.
Denn König geworden ist der Herr, unser Gott, 

(R Halleluja.
der Herrscher über die ganze Schöpfung.
R Halleluja Halleluja.

Halleluja.
Wir wollen uns freuen und jubeln 

(R Halleluja.
und ihm die Ehre erweisen!
R Halleluja Halleluja.

Halleluja.
Denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes, 

(R Halleluja.
und seine Frau hat sich bereit gemacht.
R Halleluja Halleluja.

Im gesungenen Vollzug lautet die Doxologie:
Halleluja.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
R Halleluja.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
R Halleluja, halleluja.

Im gesprochenen Vollzug folgt hingegen die gewohnte Doxologie:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn 

und dem Heiligen Geist,

wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit 

und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Der König Herodes ließ einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er hinrichten mit dem Schwert.

Kurzlesung

Christus gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.

Magnificat

Wer bei euch groß sein will, soll euer Diener sein; und wer bei euch der Erste sein will, der sei der Sklave aller.

Meine Seele + preist die Größe des Herrn, 

und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 

Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, 

und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht 

über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; 

er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron 

und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben 

und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an 

und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, 

Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, als erster der Apostel hat der heilige Jakobus das Zeugnis für Christus mit seinem Blut besiegelt. Sein Bekennermut stärke uns, seine Fürbitte erwirke deiner Kirche Schutz und Sicherheit.

KOMPLET

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

SCHULDBEKENNTNIS

V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.

R: Amen.

Hymnus

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

Psalmodie

1. Antiphon

Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.

Psalm 4

Wenn ich rufe, erhöre mich, 

Gott, du mein Retter!

Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war. 

Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!

Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, 

warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?

Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen; 

der Herr erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.

Ereifert ihr euch, so sündigt nicht! 

Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still!

Bringt rechte Opfer dar 

und vertraut auf den Herrn!

Viele sagen: „Wer lässt uns Gutes erleben?“ 

Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten!

Du legst mir größere Freude ins Herz, 

als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.

In Frieden leg’ ich mich nieder und schlafe ein; 

denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.

Ant.

Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.

2. Antiphon

Zu nächtlicher Stunde preiset den Herrn.

Psalm 134

Wohlan, nun preiset den Herrn, 

all ihr Knechte des Herrn,

die ihr steht im Haus des Herrn, 

zu nächtlicher Stunde.

Erhebt eure Hände zum Heiligtum 

und preiset den Herrn!

Es segne dich der Herr vom Zion her, 

der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat.

Kurzlesung

Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Dar­um sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit gan­zem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.

Nunc dimittis

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, 

wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 

das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, 

und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Oration

Herr und Gott, kehre ein in dieses Haus und halte alle Nachstellungen des Feindes von ihm fern. Deine heiligen Engel mögen darin wohnen und uns im Frieden bewahren. Und dein Segen sei über uns allezeit.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.