Standpunkt

Mehr als bloß Wünsche – ein gutes neues Jahr braucht gute Taten

Veröffentlicht am 30.12.2025 um 00:01 Uhr – Von Agnes Wuckelt – Lesedauer: 

Bonn ‐ Gute Wünsche zum Jahreswechsel gibt es viele. Doch damit ein Jahr wirklich gut wird, braucht es Menschen, die Hoffnung haben, hinschauen, Ideen entwickeln und handeln, kommentiert Agnes Wuckelt. Nichts Neues? Vielleicht doch.

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Mit den Weihnachtswünschen treffen jährlich Wünsche für ein gutes, glückliches, gesegnetes… neues Jahr ein. Nur eine Redewendung à la "same procedure as every year"? Rund um Weihnachten auch die Rückblicke auf das zu Ende gehende Jahr: Highlights in Fotostrecken und TV-Sendungen. War das alte, wie zu seinem Beginn gewünscht, ein gutes Jahr?

Die christlichen Kirchen laden zu Gottesdiensten, zum Innehalten und mitternächtlichem Segen ein – ein Kontrastprogramm zu Feuerwerk und Massentreffen auf öffentlichen Plätzen. "Dem Herrn […] der unser Leben trägt und lenkt, sei Dank und Lob gesungen" (GL 258). Dank und Lob für schöne Zeiten, ja! Für schwere Zeiten, nicht so leicht. Dank und Lob für ohnmächtig Machendes im großen Weltgeschehen – das fordert den Glauben immens. Es braucht viel Hoffnung und Zuversicht, dass es doch gut werden wird.

Wie immer der Jahreswechsel begangen wird: Wünschen allein hilft nicht. Damit es ein gutes Jahr wird, braucht es gute Taten! Es sind die kleinen Gesten, die den einzelnen Tag gut werden lassen: Einfach mal rausgehen und einen Menschen freundlich anschauen. Es ist das Engagement von Menschen wie Asmara Habtezion, die als Einzelne gesellschaftlichen Wandel anstoßen, weil sie nicht wegsehen und Verantwortung übernehmen. Hinsehen, Ideen entwickeln und umsetzen. Nichts Neues? Vielleicht doch, wenn Herz, Hirn und Hand dabei sind. Ein gutes neues Jahr!

Von Agnes Wuckelt

Die Autorin

Agnes Wuckelt ist Professorin i.R. für Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Paderborn.

Hinweis

Der Standpunkt spiegelt ausschließlich die Meinung der Autorin bzw. des Autors wider.