Standpunkt Standpunkt Von Montag bis Freitag kommentieren täglich Autorinnen und Autoren über aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Hier können Sie die Standpunkte nachlesen.
Standpunkt Die Kirche sollte das Christentum von rechts nicht unterschätzen Die Kirche sollte angesichts konservativer und rechter Influencer in sozialen Netzwerken vorsichtig sein, schreibt Thomas Seiterich. Die Blauäugigkeit der Politik dürfe sich auf kirchlichem Terrain nicht wiederholen.
Standpunkt Missbrauchsaufarbeitung: Landeskirchen haben keine Zeit zu verlieren Erst 2018 hat auch die evangelische Kirche erkannt, dass das Thema sexualisierte Gewalt sie genauso betrifft wie die katholische, schreibt Annette Zoch. Nun hätten die Landeskirchen keine Zeit mehr zu verlieren.
Standpunkt Auch die Kirche muss die Corona-Pandemie systematisch aufarbeiten Allgegenwärtig sind Forderungen an Politik und Wissenschaft, sich kritisch mit dem eigenen Agieren in der Corona-Pandemie auseinanderzusetzen. Gabriele Höfling meint: Die Kirche dürfe sich da nicht ausnehmen – im Gegenteil, sie müsse voranschreiten.
Standpunkt Das Heizungsgesetz muss bleiben "Als Christin muss ich hinter billige Stimmungsmache schauen", konstatiert Juliane Eckstein und meint damit das Heizungsgesetz der ehemaligen Ampelkoalition. Sie setzt sich für dessen Erhalt ein und argumentiert mit ihrem Glauben.
Standpunkt Der kranke Papst und die Gedanken hinter den Kulissen Papst Franziskus ist aus dem Krankenhaus raus. Pater Stefan Kiechle freut sich über die Rückkehr. Dennoch fragt er: Was ist jetzt realistisch? In diesen Wochen gibt es einiges zu beten und auch manches zu suchen, kommentiert er.
Standpunkt Die synodale Reform geht in die Verlängerung – gut so! Vom Krankenbett aus hat der Papst die Weichen für die Zukunft der Kirche gestellt: Nach dem Ende der Weltsynode geht es weiter mit einem Masterplan bis 2028. Matthias Drobinski hat Hoffnung, dass auch ein Nachfolger auf dem synodalen Weg bleibt.
Standpunkt Papst zwischen Leben und Tod? Wenn es geschmacklos wird Ein Kardinal erklärt Franziskus quasi vorab für tot, ein Mediziner versucht sich an einer Ferndiagnose und sieht kaum Chancen für eine weitere Amtsausübung. Für Tobias Glenz werden in Sachen Papst-Gesundheit gerade Grenzen überschritten.
Standpunkt Herbst des Franziskuspontifikats – was gibt es zu ernten? Vor zwölf Jahren wurde Papst Franziskus ins Amt eingeführt und brachte frischen Wind in die Kirche. Was wird von diesem Pontifikat bleiben? Oliver Wintzek zeichnet ein durchwachsenes Bild.
Standpunkt Ehrenamt muss in den Koalitionsvertrag Ohne das Engagement von zahllosen Freiwilligen ist kein Staat zu machen. Bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen braucht es daher mehr als wertschätzende Worte: Die nächste Regierung muss etwas Spürbares tun, fordert Friederike Frücht.
Standpunkt Kirche soll versöhnen und nicht militärische Rüstung legitimieren 1965 lehrten die polnischen Bischöfe ihre deutschen Mitbrüder in einem Brief, dass Versöhnung zur Kernkompetenz der Kirchen gehört und nicht die Legitimation militärischer Rüstung, so Michael Böhnke. Für ihn ist diese Botschaft wichtiger denn je.
Standpunkt Bei Koalitionsverhandlungen fehlt die religionspolitische Expertise Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD haben begonnen – und legen ein atemberaubendes Tempo vor, kommentiert Pfarrer Dirk Bingener. Er warnt davor, wichtige Themen aus dem Blick zu verlieren – gerade in der Entwicklungsarbeit.
Standpunkt Empathie und Humanität sind keine Schwächen "Die grundlegende Schwäche der westlichen Zivilisation ist Empathie", behauptet Elon Musk. Regina Nagel widerspricht dem deutlich. Sie ruft dazu auf, sich gerade jetzt im Engagement für Menschlichkeit zu vernetzen.
Standpunkt Frauenanteil in kirchlicher Führung ist ein Anfang Die Richtung stimmt beim Anteil von Frauen in kirchlichen Führungspositionen, kommentiert Christoph Brüwer. Dabei könne es aber nicht bleiben: Der Kulturwandel müsse weitergehen – in den Bistumsleitungen und an der kirchlichen Basis.
Standpunkt Umweltenzyklika "Laudato Si" wirkt heute prophetisch Kürzlich hat er wieder die Umweltenzyklika "Laudato Si" von Papst Franziskus gelesen, schreibt Peter Otten. Er fragt sich, warum das zehn Jahre alte Schreiben so wenig Aufmerksamkeit in der Kirche bekommen hat. Denn der Text sei "Sprengstoff".
Standpunkt Die Positionierung der Kirche gegen die AfD ist Pflicht, keine Option Andreas Püttmann verteidigt die Art und Weise, wie sich die Kirche vor der Bundestagswahl von der AfD abgegrenzt hat. Sie müsse die Lehre der gleichen Würde aller Menschen gegen menschenfeindliche Parteien verteidigen. Raum zum Taktieren bliebe da nicht.
Standpunkt Die Kirche sollte als Mahnerin für den Frieden klar Position beziehen Frieden könne durch Dialog und Zusammenarbeit erreicht werden, nicht durch Eskalation von Waffenarsenalen, meint Pater Max Cappabianca. Er kritisiert das Wettrüsten und die Militarisierung der Gesellschaft und fordert eine klare Position der Kirche.
Standpunkt Es braucht mehr Schwung für die Familienpolitik Seit zwei Jahrzehnten wird die Familienpolitik vernachlässigt. Das zeige auch der jüngste Vorschlag, das Elterngeld abzuschaffen, meint Stefan Orth und kommentiert, dass in diesem Bereich mehr Schwung in der Politik nötig sei.
Standpunkt Sonderfall statt echter Teilhabe – Vatikan muss in Frauenfrage handeln Eine Witwenweihe und eine Bischöfliche Vikarin zeigen für Carina Adams: Frauen suchen Teilhabe in der Kirche. Sie kritisiert, dass es bei Sonderfällen bleibt, und sieht den Vatikan in der Verantwortung.
Standpunkt Für die Kirchen wird die kritische Begleitung der Politik wichtiger Es ist gut, dass die christlichen Kirchen in den vergangenen Wochen immer wieder ihre Stimme erhoben haben, meint Burkhard Hose. Für ihn ist deshalb klar: Es wird immer wichtiger, dass sie die Politik in den kommenden Jahren kritisch begleiten.
Standpunkt Kirche kann in gesellschaftspolitischer Diskussion nicht schweigen Dass Seelsorge die Kernkompetenz der Kirche ist, steht außer Frage, kommentiert Agnes Wuckelt. Das Christentum sei aber eine nach außen gerichtete Religion. Daher müssten die Kirchen auch gesellschaftspolitisch Partei ergreifen.
Standpunkt Mehr Streit über Politik in der Kirche – nicht nur im Wahlkampf! Der Wahlkampf für die Bundestagswahl hat gezeigt: Auch die politischen Ansichten der Kirchenmitglieder sind diverser geworden, schreibt Simon Linder. Umso wichtiger sei es, darüber zu sprechen und entsprechende Debatten in der Kirche zu ermöglichen.
Standpunkt Zwischen Kirche und Union sind nun Brückenbauer gefragt Kurz vor der Bundestagswahl hatten sich Kirche und Union wegen unterschiedlicher Auffassungen in der Migrationspolitik einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Diesen Graben sollten beide Seiten nun wieder zuschütten, meint Christof Haverkamp.
Standpunkt Erfundene Traditionen sind jetzt besonders wichtig – und gefährlich Je ungewisser die Gegenwart, desto größer die Sehnsucht nach einer idealisierten Vergangenheit. Die Bedeutung erfundener Traditionen wird weiter zunehmen, meint Valerie Judith Mitwali. Sie plädiert für einen differenzierten Umgang mit dem Phänomen.
Standpunkt Nach dem AfD-Erfolg: Die Kirche muss ihre politische Strategie ändern Vor der Bundestagswahl war die katholische Kirche so politisch wie selten; vor allem an Warnungen vor der AfD mangelte es nicht. Gebracht hat das nichts, so Theresia Kamp. Sie empfiehlt der Kirche für künftige Wahlen deshalb einen Strategiewechsel.
Standpunkt Jetzt hat die Bundesrepublik ostdeutsche Verhältnisse Nachdem etwa ein Fünftel der Wählenden ihr Kreuz bei der Bundestagswahl bei der AfD gemacht haben, vermisst Thomas Arnold einen größeren Aufschrei. Nun gebe es bundesweit ostdeutsche Verhältnisse – und eine besondere Aufgabe für die Kirchen.
Standpunkt Katholiken müssen wieder diskutieren lernen Die inhaltliche Auseinandersetzung war lange keine typisch katholische Eigenschaft, kommentiert Volker Resing. Auch in der momentanen Diskussion beobachtet er exkludierendes Denken – und fordert einen Neuaufbruch.
Standpunkt Verraten ist, wer auf "starke Männer" setzt In den vergangenen Jahren ist bei vielen Menschen der Wunsch nach einem "starken Mann" emporgekommen, der "für Recht und Ordnung" sorgen soll. Ricarda Menne meldet Zweifel an und nennt eine bessere Orientierung.
Standpunkt Auch in der Migrationspolitik nicht das Mensch-sein vergessen Die Diskussion um die Migrationspolitik hat den Wahlkampf geprägt. Christoph Paul Hartmann stellt dabei eine bemerkenswerte Entmenschlichung fest. Mit einem Grundgedanken Jesu aus der Bibel hält er dagegen.
Standpunkt Die Demokraten brauchen einander Vor dem Wahlsonntag sieht Ulrich Waschki noch einige Desiderate im Wahlkampf. Er fordert aber auch: Am dem kommenden Montag sind alle Demokraten in der Pflicht, bis an die Grenzen ihrer Kompromissfähigkeit zu gehen.
Standpunkt Die Stimme für Wohnungslose stellvertretend erheben – und abgeben Wohnungslosigkeit ist ein großes Problem in Deutschland. In den Wahlprogrammen fehlen aber kreative Ideen für Lösungen, um Wohnraum zu schaffen, schreibt Dominik Blum. Umso mehr müssen Christen für Betroffene Stimme sein, fordert er.