Papst Leo XIV. nimmt Rücktritt von deutschem Weihbischof an
Papst Leo XIV. hat den altersbedingten Rücktritt des deutschstämmigen Weihbischofs Adolfo Eduardo José Bittschi Mayer angenommen. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Mayer hatte im Dezember die für Bischöfe vorgeschriebene Altersgrenze von 75 Jahren erreicht und war seit 2008 Weihbischof im bolivischen Erzbistum Sucre.
Der Geistliche wurde am 1. Dezember 1950 als Adolf Bittschi im bayerischen Ingolstadt geboren und wuchs in Kipfenberg und Eichstätt auf. In Eichstätt und Jerusalem studierte er Theologie und wurde 1977 von Bischof Alois Brems zum Priester für die Diözese Eichstätt geweiht.
Diakonenweihe im vergangenen Jahr in Eichstätt
Nach mehreren Seelsorgestationen in seinem Heimatbistum ging Bittschi Mayer 1983 als Fidei-Donum-Priester in die Mission nach Bolivien. Fidei-Donum-Priester werden von ihren Heimatdiözesen entlohnt und normalerweise für eine bestimmte Dauer für seelsorgliche Aufgaben in einem Bistum in einem Entwicklungsland freigestellt. Die Bezeichnung geht auf die Enzyklika "Fidei donum" (1957) von Papst Pius XII. zurück, der dazu aufrief, Priester nach Afrika, Asien und Südamerika zu entsenden, um den dortigen Priestermangel zu beheben. Nach über 20 Jahren als Pfarrer der Pfarrei Incahuasi im bolivianischen Hochland ernannte Papst Benedikt XVI. den Geistlichen 2008 zum Weihbischof im Hauptstadt-Erzbistum Sucre.
Laut dem Bistum Eichstätt hielt er auch in seiner Zeit in Bolivien stets den Kontakt in seine Heimat. So übernahm er bei Heimatbesuchen beispielsweise auch pastorale Aufgaben wie Firmungen. Im vergangenen Juni spendete Bittschi Mayer etwa drei Priesteramtskandidaten der Diözese die Diakonenweihe. (cbr)
