Ein liebender Papst, den man lieben möchte

Kardinal: Papst Leo XIV. ist gütig und geradlinig

Veröffentlicht am 12.01.2026 um 13:24 Uhr – Lesedauer: 

Toronto/Vatikanstadt ‐ Papst zum Liebhaben: Kardinal Jean-Paul Vesco schwärmt von Leo XIV. als Mensch und als Führungspersönlichkeit. Was Kardinäle aus verschiedenen Teilen der Welt nach dem Konsistorium vom neuen Papst erwarten.

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Ein liebender Papst, den man lieben möchte, ist Papst Leo XIV. nach Auffassung des Bischofs von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco. Wie das kanadische Portal "The Catholic Register" am Freitag berichtete, hatte Vesco gegenüber Journalisten gesagt, er habe Papst Leo beim Konsistorium im Vatikan als "zutiefst gütig" erlebt: "Er war da, präsent, einfach. Es war wunderschön." Vesco beschrieb ihn als "konsequent" und "geradlinig".

Das Konsistorium sei "eine wunderbare Zeit" gewesen, in der die Kardinäle sich gegenseitig und auch die Persönlichkeit des Papstes kennenlernen konnten. Das Treffen habe Brüderlichkeit unter den Kardinälen und mit dem Papst geschaffen: Die Kardinäle hätten deutlich gespürt, dass "dieses Reservoir an Vertrauen", das der Papst in das Kardinalskollegium setze, ein Wert sei, "der die Prüfungen der Zeit bestehen wird".

Kardinal: Papst "muss etwas vorhaben"

Das kanadische Portal zitiert weitere Kardinäle, die ebenfalls die Brüderlichkeit unter den Kardinälen durch das Konsistorium gestärkt sehen. Kardinal Cristóbal López Romero aus Rabat (Marokko) habe sich "sehr zufrieden" mit den Ergebnissen des Treffens gezeigt: "Ich glaube, es war ein Weg, um zu bekräftigen, dass es eine Kontinuität gibt – nicht so sehr mit Papst Franziskus, sondern mit dem Evangelium, mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und mit dem ganzen Lehramt, das als Folge dieses Zweiten Vatikanischen Konzils entstanden ist."

Es habe zwar manchmal Kritik oder unterschiedliche Positionen gegeben, berichtete Kardinal Luis José Rueda Aparicio aus Bogotá (Kolumbien), doch das Konsistorium habe versucht, Harmonie zu erreichen. Das bedeute nicht Uniformität, sondern zurück zu den Wurzeln zu gehen. Der philippinische Kardinal Pablo David von Kalookan sagte: "Es war wirklich erfrischend zu sehen, dass der Heilige Vater während des Konsistoriums mehr zuhörte als redete." Zwar seien noch keine konkreten Entscheidungen getroffen worden, doch der Papst habe "sehr ernsthaft Notizen gemacht hat, also muss er etwas vorhaben". (KNA)