Erzbischof aus Deutschland mit dabei

Internationale Bischöfe setzen in Jerusalem Zeichen der Hoffnung

Veröffentlicht am 12.01.2026 um 14:09 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Hoffnung in unsicherer Zeit: Trotz ungewisser Situation vor Ort reisen 13 Bischöfe aus Europa und Nordamerika ins Heilige Land. Sie setzen auf Dialog und wollen ihre Solidarität zeigen.

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13 Bischöfe aus zehn Ländern Europas und Nordamerikas treffen von Samstag bis Mittwoch im Heiligen Land zusammen. Wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Montag in Bonn mitteilte, wollen sie unter dem Leitwort "Land der Verheißung: Begegnung mit Menschen der Hoffnung" ihre Verbundenheit mit den dort lebenden Christinnen und Christen zum Ausdruck bringen. Drei Monate nach Beginn des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas planen die Bischöfe, in Jerusalem, Bethlehem und Taybeh Menschen und Projekte zu besuchen, die sich für Dialog und Versöhnung einsetzen.

Die deutschen Bischöfe werden beim 25. Internationalen Bischofstreffen im Heiligen Land durch den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten, den Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, vertreten. Bentz erklärte vorab, Verlusterfahrungen, Resignation und Sorgen angesichts einer ungewissen Zukunft bestimmten immer noch den Alltag vieler Menschen in Israel und Palästina.

Gespräche mit Patriarchen und Pfarrer aus Gaza

Täglich stelle sich die Frage, ob die fragile Waffenruhe halte: "In dieser Atmosphäre von Ungewissheit und Angst bleibt die Hoffnung auf echte Versöhnung und nachhaltigen Frieden schwer greifbar", so der Erzbischof. Die Bischöfe wollten sich mit den Menschen in der Region solidarisieren, gemeinsam beten und erfahren, "wo trotz aller Verletzungen Hoffnung für ein neues, friedliches Miteinander von Israelis und Palästinensern wachsen kann".

Das Internationale Bischofstreffen verfolgt laut der Mitteilung das Ziel, Christen und Kirchen im Heiligen Land in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Verständigung zwischen den Völkern und Religionsgemeinschaften zu unterstützen und die Verbindung der Weltkirche mit ihnen zu festigen. Geplant seien unter anderem Gespräche mit dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem und dem Pfarrer der Pfarrei Heilige Familie in Gaza-Stadt. (KNA)