"Auch atmosphärisch eine Änderung zum Guten"

Gänswein sieht mit Leo XIV. Rückkehr zu Normalität im Vatikan

Veröffentlicht am 22.01.2026 um 15:25 Uhr – Lesedauer: 

Vilnius ‐ Erzbischof Gänswein beobachtet mit Papst Leo XIV. einen deutlichen Stimmungswechsel im Vatikan. Der Nuntius im Baltikum spricht von wachsender Normalität, positiver Atmosphäre und neuen Akzenten in der Verkündigung.

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Erzbischof Georg Gänswein sieht mit Papst Leo XIV. einen spürbaren Stimmungswandel im Vatikan. Die ersten Monate des neuen Pontifikates hätten ihm "sehr deutlich vor Augen geführt, dass – um es einmal etwas eigenwillig zu sagen – jetzt langsam wieder Normalität einkehrt", sagte Gänswein im Gespräch mit dem privaten katholischen Sender "EWTN".

Besonders deutlich sei eine Veränderung der Atmosphäre in Rom wahrzunehmen. "Vor allem hat sich auch atmosphärisch eine Änderung zum Guten gezeigt, die meines Erachtens wichtig ist, weil die Schwierigkeiten, die da waren, durch den Pontifikatswechsel wirklich eine ganz neue positive Auswirkung bekommen haben". Das halte er für "hilfreich" und für "ein Zeichen, dass der Glaube und dass der Heilige Geist tatsächlich auch wirkt und am Ball bleibt", so der frühere Privatsekretär von Benedikt XVI. (2005–2013).

Gänswein weiter: Leo habe "einige Akzente gesetzt, die nicht neu sind, die aber in den vergangenen Jahren völlig unter den Tisch gefallen sind". Seine bisherigen persönlichen Begegnungen mit dem neuen Papst bezeichnete Gänswein als "sehr, sehr gut". Gänswein würdigte zudem "eine klare Linie" bei Leo XIV., insbesondere in dessen Verkündigung. "Wenn man seine Katechesen oder die Predigten nachliest, kann man spüren, dass hier ein Mann tätig ist, der das auch aus dem augustinischen Geist heraus lebt und verkündet." (KNA)