"Christliche Botschaft ist das Beste"

Laschet: Kirche kann mit klaren Standpunkten Vertrauen zurückgewinnen

Veröffentlicht am 26.01.2026 um 10:51 Uhr – Lesedauer: 

Berlin/Freiburg ‐ Trotz sinkender Mitgliederzahlen sieht der CDU-Politiker Armin Laschet die Zukunft der Kirche in Europa positiv – wenn sie Orientierung bietet. Die christliche Botschaft sei das Beste, was "wir der Welt anbieten können".

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Laschet sorgt sich trotz sinkender Mitgliederzahlen in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern nicht um die Zukunft der katholischen Kirche – unter einer Voraussetzung. "Es gibt unzählige Fragen, in denen Menschen nach Orientierung suchen: vom Klimaschutz über unsere Verteidigungsfähigkeit bis zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Kirche wird auch in Europa wieder an Zuwendung und Glaubwürdigkeit im wahrsten Sinne des Wortes gewinnen, wenn sie sich mit klaren Standpunkten zu diesen Themen äußert", schreibt Laschet, der 2021 Kanzlerkandidat seiner Partei bei der Bundestagswahl war, in der "Herder Korrespondenz" (Februar-Ausgabe).

Der Weg des frühen Christentums von einer verfolgten Religion zu einer staatstragenden Religion sei möglich gewesen, weil die ersten Christen die Botschaft Jesu verbreitet und gelebt hätten. "Es ist Aufgabe der Kirchen, Orientierung zu vermitteln, was diese Botschaft für unsere heutige Zeit bedeutet. Und wir sollten auch als Christen selbstbewusst sagen: Die christliche Botschaft ist das Beste, was wir der Welt anbieten können", so der Katholik Laschet weiter. Als weltumspannende Gemeinschaft könne die katholische Kirche in Europa zwar keine anderen Positionen vertreten als in anderen Teilen der Welt. "Aber sie muss die Lebenswirklichkeit der Menschen aufgreifen, ohne beliebig zu werden oder sich zu spalten."

Laschet bezeichnet die Kirchen in seinem Beitrag als "von unschätzbarem Wert" für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Leistungen kirchlicher Kindergarten, Schulen und Krankenhäuser, Alteneinrichtungen und Hospize seien unverzichtbar. Gleiches gelte für die Gefängnis- und Militärseelsorge, die kirchliche Telefonseelsorge. "Die Kirchen sind dort, wo Respekt und Nächstenliebe gefragt sind. Sie sind Zufluchtsort bei Katastrophen und spenden Trost bei Todesfällen und Lebenskrisen", so der Bundestagsabgeordnete wörtlich. (stz)