Zahlen für 2025 veröffentlicht

Weniger Kirchenaustritte in NRW – aber immer noch hohes Niveau

Veröffentlicht am 26.01.2026 um 13:27 Uhr – Lesedauer: 

Düsseldorf ‐ Weniger Austritte als in den drei Vorjahren – dennoch verlieren die Kirchen in NRW nach wie vor viele Mitglieder. Vom Höchststand im Jahr 2022 setzen sie sich aber deutlich ab.

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Die Zahl der Kirchenaustritte in Nordrhein-Westfalen ist im dritten Jahr in Folge gesunken – liegt aber nach wie vor auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr kehrten 152.783 Menschen den Kirchen den Rücken, wie das NRW-Justizministerium am Montag mitteilte. Das waren rund 7.700 Austritte weniger als 2024. Im Jahr 2022 verzeichnete das Ministerium den Höchstwert von 223.509 beendeten Kirchenmitgliedschaften.

In NRW mit seinen rund 18 Millionen Einwohnern müssen Menschen, die die Kirche verlassen wollen, sich an die Amtsgerichte wenden. Die Statistik des Justizministeriums schlüsselt nicht nach Konfessionen auf. Genauere Zahlen für das bevölkerungsreichste Bundesland liegen vor, wenn die Kirchen selbst die Austrittszahlen veröffentlichen. In den vergangenen Jahren machte insbesondere die katholische Kirche Schlagzeilen mit dem Thema Missbrauchsaufarbeitung.

Zwischen 2008 und 2020 lag laut Ministerium die Zahl der Austritte jährlich zwischen rund 53.000 und etwa 90.000. Ausnahmen bildeten die Jahre 2014 und 2019, als rund 104.000 und rund 120.000 Menschen ihre Mitgliedschaft kündigten. (KNA)