Mit Gottesformel vereidigt

Bischöfe gratulieren neuem Ministerpräsidenten Schulze

Veröffentlicht am 28.01.2026 um 12:38 Uhr – Lesedauer: 

Magdeburg ‐ Glückwünsche, Segen, Dank: Die Kirchen begrüßen den neuen Regierungschef in Sachsen-Anhalt und sichern ihm Unterstützung in herausfordernden Zeiten zu. Zugleich gilt ihr Dank dem Vorgänger Reiner Haseloff.

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Sachsen-Anhalts Bischöfe haben dem frisch gewählten Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) zum Amtsantritt gratuliert. "Ich wünsche ihm Gottes Segen, die Gabe des rechten Wortes zur rechten Zeit und den Mut zur rechten Tat, wenn Entschlusskraft gefordert ist", erklärte der Magdeburger Bischof Gerhard Feige am Mittwoch. Er sei neugierig auf die Zusammenarbeit und hoffe "sehr auf Stabilität und eine Fortsetzung der guten Beziehungen zwischen Land und Kirchen, die bislang natürlich aufs Engste mit dem Namen Reiner Haseloffs verbunden sind."

Der evangelische Landesbischof Friedrich Kramer wünschte Schulze "Gottes Segen, viel Kraft, einen langen Atem, Weisheit und Erfolg beim Führen der Landesregierung in gesellschaftlich sehr herausfordernden Zeiten". Er versicherte dem neuen Ministerpräsidenten, "dass wir als Kirchen an seiner Seite stehen, wenn es darum geht, demokratische Mehrheiten zu finden, und uns dafür in der Zivilgesellschaft vielfältig engagieren." Zugleich dankte er dem Vorgänger Haseloff: "Seine Bilanz als Ministerpräsident ist eindrucksvoll, die Liste der Erfolge und guten Entscheidungen für das Land lang."

Schulze, bisher Landeswirtschaftsminister, war am Vormittag im ersten Wahlgang vom Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Bei seiner Vereidigung sprach Schulze den Zusatz "So wahr mir Gott helfe". Die Formel ist freiwillig und kann weggelassen werden. Nach 15 Jahren an der Regierungsspitze war Haseloff am Dienstag zurückgetreten. Dies hatte Deutschlands dienstältester Ministerpräsident Anfang des Jahres angekündigt. Er will damit Schulze ermöglichen, als Regierungschef und nicht bloß als CDU-Spitzenkandidat in die anstehende Landtagswahl am 1. September zu gehen. Derzeit liegt der gesichert rechtsextreme AfD-Landesverband in Wahlumfragen mit 40 Prozent weit vorn. (tmg/KNA)