Papst beklagt zivile Opfer von Krieg und Gewalt
Papst Leo XIV. hat ziviler Opfer von Kriegen und Gewalt gedacht. Täglich würden neue Verletzte und Tote registriert, so der Papst am Sonntag im Vatikan. Dies sei eine "unerträgliche Ungerechtigkeit", der ein Ende gesetzt werden müsse. In seiner Ansprache auf dem Petersplatz zeigte sich das Kirchenoberhaupt besorgt über die zunehmenden Spannungen zwischen Kuba und den USA. Der gebürtige US-Amerikaner Leo XIV. fordere alle Verantwortlichen auf, einen aufrichtigen und wirksamen Dialog zu fördern, um Gewalt und jede Handlung zu vermeiden, die das Leiden des geliebten kubanischen Volkes noch verstärken könnten.
Den Betroffenen eines Erdrutsches in der Provinz Nord-Kivu im Kongo versicherte der Papst seine Nähe. Bei dem Unglück starben über 200 Menschen in einer Coltan-Mine. "Der Herr möge dieses so leidende Volk unterstützen", sagte der Papst. Weiter rief Leo XIV. zum Gebet für die Opfer der schweren Winterstürme in Portugal und Süditalien auf. "Und vergessen wir nicht die Bevölkerung in Mosambik, die von Überschwemmungen schwer getroffen wurde."
Anlässlich der bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) rief Leo XIV. zudem zu konkreten Friedensbemühungen auf. "Diese großen Sportveranstaltungen sind ein starkes Zeichen der Geschwisterlichkeit und wecken die Hoffnung auf eine Welt in Frieden", so Leo XIV. Der Papst erinnerte an den "uralten Brauch" des Olympischen Friedens: "Ich wünsche mir, dass alle, denen der Frieden zwischen den Völkern am Herzen liegt und die in verantwortungsvollen Positionen sind, diese Gelegenheit nutzen, um konkrete Gesten der Entspannung und des Dialogs zu setzen." (stz/KNA)
