Kretschmann: Äbtissin machte uns klar, dass wir falsch beten
Winfried Kretschmann bevorzugt das Beten zusammen mit anderen Menschen. "Ich bete immer in Gemeinschaft, wie beim Chor", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident der "Zeit" für die aktuelle Ausgabe vom Donnerstag.
Beim Vaterunser falte er die Hände. "Das ist ja das eigentliche Glaubensbekenntnis der Christen und nicht die offiziellen Glaubensbekenntnisse, die eigentlich Häresien abwehren sollen", sagte der 77 Jahre alte Katholik, der sich nach der Landtagswahl am 8. März als Regierungschef zurückziehen will.
Der Grünen-Politiker berichtete, er habe gelernt, nicht das Bitten ins Zentrum von Gebeten zu stellen: "Ich war oft in Maria Laach bei mehrtägigen Exerzitien. Da hatten wir mal eine Äbtissin, die hat uns klargemacht, dass wir falsch beten: Wir wollen immer etwas von Gott, aber zuerst will Gott etwas von uns." (epd)
