Dann für Augustiner entschieden

Papst Leo XIV. wollte als junger Mann in anderen Orden eintreten

Veröffentlicht am 23.02.2026 um 13:51 Uhr – Lesedauer: 

Rom ‐ Leo XIV. pflegt eine auffallende Nähe zu den Salesianern. Mitglieder dieser Ordensgemeinschaft trifft er noch häufiger als die des Augustinerordens, aus dem er stammt. Warum das so ist, hat er jetzt selbst erklärt.

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Papst Leo XIV. hat als junger Mann in Erwägung gezogen, bei den Salesianern Don Boscos einzutreten, entschied sich dann aber für den Orden der Augustiner. Dieses bislang unbekannte Detail aus seiner Biografie enthüllte der Papst am Sonntag bei einem Pfarreibesuch in Rom.

Wie das Portal "Vatican News" berichtet, sagte der Papst am Rande des Besuchs in der Pfarrei Sacro Cuore di Gesù nahe dem Bahnhof Termini: "Bevor ich bei den Augustinern eingetreten bin, habe ich als Jugendlicher auch einen Besuch bei der salesianischen Gemeinschaft gemacht." Und er fügte scherzhaft hinzu: "Ihr seid nur auf den zweiten Platz gekommen – es tut mir leid!" Seit seiner Wahl zum Papst habe er aber mehr Salesianer- als Augustinergemeinschaften besucht. "Vielleicht ist also etwas von euch in meinem Herzen geblieben." Der Papst war von 2001 bis 2013 Leiter des internationalen Augustinerordens, zuvor wirkte er viele Jahre als Ordensmann in den USA und in Peru.

Salesianer im Vatikan

Die Salesianer wurden im späten 19. Jahrhundert vom heiligen Giovanni Bosco gegründet. Sie widmen sich vor allem der Erziehung und Ausbildung von Jugendlichen. Inzwischen sind sie eine der größten Ordensgemeinschaften der katholischen Kirche.

In führenden Ämtern im Vatikan spielen Salesianer eine besondere Rolle. Zu ihnen zählt der spanische Kurienkardinal Ángel Fernández Artime, den Leo in mehrere Funktionen im Vatikan berufen hat. Auch der Chef der mächtigen vatikanischen Güterverwaltung Apsa ist Salesianer: Erzbischof Giordano Picinotti. Mit ihm spricht Papst Leo XIV. häufig. (KNA)