Die deutschen Bischöfe haben gewählt

Bischof Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Veröffentlicht am 24.02.2026 um 11:35 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Ein Ordensmann aus dem Emsland übernimmt den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz: Hildesheims Bischof Heiner Wilmer gilt als Brückenbauer zwischen Reformern und Konservativen – mit engen Kontakten in den Vatikan.

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Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewählt worden. Die Bischöfe bestimmten den 64-Jährigen am Dienstag bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Würzburg zum Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.

Wilmer steht seit 2018 an der Spitze des Bistums Hildesheim. Der Ordensmann aus dem Emsland gilt zwischen Konservativen und Reformern als Vermittler, der auf Beteiligung und Dialog setzt. Mit 19 Jahren trat er in den Orden der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) ein. Er studierte Theologie und weitere Geisteswissenschaften in Freiburg, Paris und Rom. Der promovierte Theologe arbeitete zeitweise als Lehrer in der New Yorker Bronx, leitete später das ordenseigene Gymnasium in Handrup (Emsland) und wurde 2007 Provinzial der deutschen Ordensprovinz. 2015 wechselte er nach Rom, wo er als Generaloberer die weltweite Leitung des Ordens übernahm und enge Kontakte in den Vatikan knüpfte.

Bundesweit profilierte sich Wilmer zuletzt mit gesellschaftspolitischen Stellungnahmen, etwa zu Demokratie, Sozialstaat und Klimaschutz. In der Bischofskonferenz leitete er bisher die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. (KNA)