Arbeit als Kammerdiener

Ex-Schweizergardist neuer persönlicher Assistent von Papst Leo XIV.

Veröffentlicht am 11.03.2026 um 13:24 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Erst Wache für den Papst – jetzt ein neuer Platz an seiner Seite: Ein ehemaliger Schweizergardist ist nun persönlicher Assistent von Leo XIV. Nach 25 Jahren im Korps weiß der Neue genau, worauf es ankommt.

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Ein früherer Schweizergardist arbeitet nun eng an der Seite des Papstes. Seit kurzem sei Anton Kappler einer der persönlichen Assistenten von Leo XIV., bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch. In dieser Position unterstützt der 46-Jährige den bisherigen Kammerdiener Piergiorgio Zanetti, der den Posten bereits unter Papst Franziskus (2013–2025) innehatte. Zanetti arbeitete zuvor für das zweite Sicherheitskorps des Papstes, die Vatikan-Gendarmerie.

Wie diese stellt auch die Schweizergarde unter anderem den Personenschutz des Kirchenoberhaupts sicher. Mitglieder beider Dienste kennen die Bedürfnisse des Papstes sowie die erforderliche Diskretion. Der neue Kammerdiener Kappler arbeitete seit 2001 in der Garde, war zuletzt Teil des Führungskaders. Ende Januar war er nach 25 Jahren Dienst von der päpstlichen Armee pensioniert worden. Kappler stammt aus Sankt Gallen, einem deutschsprachigen Kanton der Schweiz. Wie es heißt, will Leo XIV. derzeit seine Deutschkenntnisse vertiefen.

In der 1506 von Papst Julius II. gegründeten Schweizergarde dienen 135 Männer. Sie sind für den Schutz des Papstes sowie seiner Residenz zuständig. Zudem begleiten sie das Kirchenoberhaupt auf Reisen, kontrollieren die Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr. Mitglied der Garde dürfen katholische Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben und einen untadeligen Ruf besitzen. Wer Hellebardier wird, muss jünger als 30 Jahre und unverheiratet sein. Länger gediente Gardisten dürfen heiraten. (KNA)