Berlin: 6.840 Austritte aus katholischer Kirche – aber positiver Trend
17.681 Berliner sind 2025 aus einer Religionsgemeinschaft in der Stadt ausgetreten. Angesichts der Mitgliederzahlen wenig überraschend: Der mit Abstand größte Anteil der Austritte entfiel laut jetzt veröffentlichten Zahlen der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf die beiden großen Kirchen: 10.703 Menschen traten aus der evangelischen Kirche aus, 6.840 aus der katholischen Kirche. Die weiteren Austritte entfielen auf das Judentum (106) und "sonstige Religionsgemeinschaften" (32). Der Berliner SPD-Politiker Sebastian Schlüsselburg hatte die Zahlen bei der Senatsverwaltung angefragt.
Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl der Austritte aus der evangelischen und der katholischen Kirche um knapp neun Prozent. Vor zwei Jahren hatte die evangelische Kirche 11.419 Austritte und die katholische Kirche 7.515 Austritte verzeichnen müssen. Wer in Berlin aus einer Religionsgemeinschaft austreten möchte, muss den Austritt persönlich vor dem für seinen Wohnsitz zuständigen Amtsgericht oder vor einem Notar erklären. Für die Austrittserklärung vor dem Amtsgericht wird eine Gebühr von 30 Euro erhoben, bei einer Erklärung vor einem Notar entstehen zusätzliche Kosten.
Am kommenden Montag stellen die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland ihre kirchlichen Jahresstatistiken für 2025 vor, aus denen unter anderem auch die Austrittszahlen für ganz Deutschland hervorgehen. (stz)
