Papst Leo XIV. bereitet sich auf seinen Umzug vor
Gut zehn Monate nach der Papstwahl scheint die Dienstwohnung von Leo XIV. endlich fertig renoviert zu sein. Das berichtet die Tageszeitung "Il Messaggero" am Samstag unter Berufung auf Vatikanmitarbeiter. Der Zeitpunkt des Einzugs stehe noch nicht fest; allerdings rechne man mit noch vor Ostern.
Die päpstliche Dienstwohnung im Apostolischen Palast hoch über dem Petersplatz stand seit 2013 leer, weil Papst Franziskus das vatikanische Gästehaus Santa Marta als Wohnort bevorzugte. Dort belegte er eine komplette Etage, was dem Zeitungsbericht zufolge monatliche Kosten von etwa 200.000 Euro verursachte.
Heruntergekommene Papstwohnung
Die eigentliche Papstwohnung befand sich unterdessen laut dem Zeitungsbericht in einem heruntergekommenen Zustand, mit Schimmel und erheblichen Wasserschäden. Die Restaurierungsarbeiten seien auch deshalb kompliziert gewesen, weil es sich um einen Renaissancepalast handelt. Zudem habe man die völlig veralteten Wasser- und Elektroleitungen austauschen müssen. Geleitet und überwacht habe die Arbeiten Schwester Raffaela Petrini, die Regierungschefin des Vatikanstaates.
Nach seiner Wahl am 8. Mai blieb Papst Leo XIV. vorläufig in seiner Kardinalswohnung im Gebäude der vatikanischen Glaubensbehörde, das sich auf italienischem Staatsgebiet befindet. Nach dem Umzug in den Apostolischen Palast im Vatikan soll er dem Bericht zufolge in der dortigen Mansarden-Etage gleich unter dem Dach wohnen. Seine Mitbewohner werden demnach die beiden Privatsekretäre Marco Billeri und Edgard Ivan Rimacuya sein. Einige Ordensfrauen kümmerten sich voraussichtlich um den Haushalt. Zu den Neuerungen in der Papstwohnung gehöre auch ein Raum mit Fitnessgeräten. (KNA)
