Dreharbeiten liefen anders als gedacht

Kardinal Woelki: Plötzlich zeigte mir Horst Schlämmer seine Blutwerte

Veröffentlicht am 25.03.2026 um 16:29 Uhr – Lesedauer: 

Köln ‐ Filmset statt Dom: Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat einen Gastauftritt in Hape Kerkelings neuem Horst-Schlämmer-Film. Der Dreh verlief etwas anders als erwartet, wie der Erzbischof nun verriet.

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Kardinal vor der Kamera: Ab Donnerstag ist der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki in einer Gastrolle in Hape Kerkelings neuem Film "Horst Schlämmer sucht das Glück" zu sehen. Bei den Dreharbeiten habe er großen Spaß gehabt – auch wenn es anders lief als gedacht. "Wer Horst Schlämmer kennt, weiß, dass er die Dinge gerne spontan und direkt angeht", sagte Woelki am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Eigentlich hatte Schlämmer mit ihm über das Glück reden wollen. "Stattdessen zeigte er mir plötzlich seine Blutwerte und fragte nach meiner Meinung dazu."

Gedreht wurde laut Woelki am erzbischöflichen Bildungscampus in Köln-Kalk. Im Interview mit dem fiktiven Chefredakteur des Grevenbroicher Tagblattes habe er unter anderem über menschliche Schwächen und die Vergänglichkeit des Lebens gesprochen. Bis Schlämmer ihm von seinen Sorgen berichtet habe, schwerkrank zu sein. "Das hat mich schon überrascht, aber genau das macht ihn ja aus!"

Respekt und Freude

Der Dreh war für den Kardinal eine ganz neue Erfahrung, die ihn anfangs mit Respekt erfüllt habe. "Aber als ich dann mittendrin war, hat es mir wirklich Freude gemacht", so Woelki. Bei Schlämmers Krankheitssorgen habe er in der Szene natürlich so gut helfen wollen, wie er konnte. Außerdem stamme Schlämmer aus dem Erzbistum Köln. "Da fühlte ich mich als sein Heimatbischof natürlich besonders angesprochen."

Eine Kinokarriere kommt für Woelki aber wahrscheinlich nicht infrage. "So einen Filmdreh überlasse ich in Zukunft lieber den Profis – den Schauspielerinnen und Schauspielern. Mein Platz ist und bleibt im Erzbistum Köln." (KNA)