Bischof Wilmer: Abschied aus Hildesheim fällt mir nicht leicht

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat sich mit einem persönlichen Brief an die Katholiken seines Bistums gewandt und um Verständnis für seinen bevorstehenden Wechsel nach Münster gebeten. In dem Schreiben, das am Sonntag in allen Pfarreien des Bistums Hildesheim verlesen werden sollte, betont der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), ihm falle der Abschied alles andere als leicht. Er sei gern Bischof von Hildesheim gewesen und habe bei zahlreichen Begegnungen eine enge Verbundenheit mit den Menschen gespürt. Viele Reaktionen aus dem Bistum hätten ihn zudem in seiner bisherigen Arbeit bestärkt, so Wilmer in dem Brief, der der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt.
Der 64-Jährige, der seit 2018 an der Spitze des Bistums Hildesheim steht und Ende Februar zum DBK-Vorsitzenden gewählt worden war, wurde am Donnerstag von Papst Leo XIV. zum neuen Bischof von Münster ernannt. Seine Amtseinführung soll am 21. Juni stattfinden. Bis dahin bleibt er Bischof von Hildesheim.
"Habe mir Entscheidung nicht leicht gemacht"
"Ich kann gut nachvollziehen, wenn viele nun traurig, vielleicht auch enttäuscht sind, wenn ich das Bistum verlasse", schreibt Wilmer und betont: "Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht." Papst Leo und alle Verantwortlichen hätten seine Wahl im Wissen um seine Situation getroffen. "In diesem Ruf liegt ein Ernst, dem ich nicht ausweichen kann."
Mit Blick auf die Zukunft äußerte sich der scheidende Bischof zuversichtlich. Das Bistum Hildesheim sei trotz aller unvermeidlichen Veränderungen gut aufgestellt. Er verwies auf das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher sowie auf kompetente hauptamtliche Mitarbeiter in Gemeinden, Schulen, Caritas und Verwaltung. Auch die neu aufgestellten diözesanen Gremien seien stark besetzt. Die Übergangszeit und die Wahl eines neuen Bischofs werde das Domkapitel in guter Weise organisieren und gestalten. (KNA)