US-Bischöfe wollen bei LGBTQ-Themen dazulernen
Bischöfe in den USA wollen im Umgang mit Homosexualität und queeren Gläubigen dazulernen. Wie aus einem Bericht des "National Catholic Reporter" vom Mittwoch hervorgeht, nahmen 17 Bischöfe an drei Fortbildungstreffen teil, um sich intensiver mit LGBTQ-Themen auseinanderzusetzen. Mehrere teilnehmende Kirchenvertreter räumten demnach ein, bislang nur wenig über die Lebensrealitäten queerer Katholikinnen und Katholiken gewusst zu haben. Die englische Abkürzung LGBTQ steht vor allem für nicht-heterosexuelle Menschen, die sich etwa als lesbisch, schwul oder queer identifizieren. Laut Bericht betonten mehrere Bischöfe die Notwendigkeit weiterer Treffen und Fortbildungen, um das Thema noch besser zu verstehen.
Erzbischof Jeffrey Grob von Milwaukee erklärte nach einem Treffen, Dialog und Zuhören seien wichtig, um zu lernen und zu verstehen. Sobald dies aufhöre, schwinde die Hoffnung auf Wachstum und Bewegung. Bischof John Stowe von Lexington hingegen betonte, es sei das eine, sich theoretisch mit einem Thema auseinanderzusetzen. Etwas anderes sei es, Menschen in diesen Lebensrealitäten persönlich zu begegnen.
Auch andere Teilnehmer beschrieben die Treffen als Bereicherung. Der Newarker Weihbischof Michael Saporito sagte, viele seiner Fragen seien beantwortet worden. Zugleich brauche er noch Zeit, um weiter zu lernen. Für Erzbischof John Wester von Santa Fe im Bundesstaat New Mexico hat der Austausch einen tieferen Einblick in die Probleme queerer Katholikinnen und Katholiken ermöglicht. Die katholische LGBTQ-Organisation "New Ways Ministry" hatte drei geschlossene Fortbildungen organisiert. Die Treffen seien dazu gedacht, eine einladendere Kirche zu schaffen. (KNA)
