Theologe Hermann Häring gestorben
Der deutsche Theologe Hermann Häring ist tot. Wie die Bewegung "Wir sind Kirche" unter Berufung auf Härings Familie gegenüber katholisch.de bestätigte, starb er bereits am 28. April. Er wurde 88 Jahre alt.
Häring, 1937 in Pforzheim geboren, war in den 1970er Jahren Schüler und Mitarbeiter des Schweizer Theologen Hans Küng (1928–2021) an der Universität Tübingen und habilitierte sich in dogmatischer und ökumenischer Theologie. 1980 erhielt er eine Professur für Systematische Theologie an der Universität im niederländischen Nijmegen. Sein Lehrstuhl wurde 1999 im Zuge eines neues Studienkonzepts in eine Professur für Wissenschaftstheorie und Theologie umgewandelt. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2005 wurde er wissenschaftlicher Berater beim "Projekt Weltethos" von Hans Küng. Zuletzt lebte er in Tübingen.
Härings Veröffentlichungsschwerpunkte waren der ökumenische und interreligiöse Dialog sowie Fragen der Kirchenreform. 2009 wurde er mit dem Herbert-Haag-Preis für Freiheit in der Kirche ausgezeichnet. Neben dem "Projekt Weltethos" und "Wir sind Kirche" war Häring auch der Initiative "Kirche von unten" verbunden. (mal)
