Mottenart nach Papst Leo XIV. benannt
Eine neue Mottenart ist nach Papst Leo XIV. benannt worden. Wie das Internetportal "Pensoft Blog" am Dienstag meldete, wurde die Spezies mit dem wissenschaftlichen Namen Pyralis papaleonei von Wissenschaftlern des Tiroler Landesmuseums und der Zoologischen Staatssammlung München in den Weißen Bergen auf Kreta entdeckt, wo sie endemisch zu sein scheint. Zuerst hatte das Fachjournal "Nota Lepidopterologica" über die Neuheit berichtet.
Der Innsbrucker Schmetterlingsforscher Peter Huemer wollte die Namensgebung laut dem Beitrag als Appell an das Kirchenoberhaupt verstanden wissen, die Verantwortung des Menschen für die Bewahrung der Schöpfung in den Blick zu heben. Schmetterlinge – dazu gehören auch Motten – gelten wegen ihrer Verwandlung vom Ei über Raupe und Puppe zum Falter als Symbol der Auferstehung. Huemer war bereits an der Erstbeschreibung des Kardinalsfalters (Pyralis cardinalis) beteiligt, einer in Deutschland extrem seltenen Art.
Die Entdeckung des Papst-Leo-Falters zeige, wie viel es selbst in gut erforschten Regionen Europas noch zu entdecken gebe, hieß es weiter. Zugleich unterstreiche dies die Notwendigkeit, empfindliche Lebensräume zu schützen. Pyralis papaleonei hat eine Flügelspannweite von etwa zwei Zentimetern. Auffällige Merkmale sind die violetten Vorderflügel mit einem orange-goldenen Fleck und markanten weißen Bändern. Bislang sei nur wenig über die Biologie und Lebensweise bekannt, so der Beitrag. Flügelmuster, Färbung und Genitalmorphologie sowie genetische Daten rechtfertigten aber eine Unterscheidung als eigene Art. (KNA)
