Geschenkideen für den großen Tag

Das passende zur Hochzeit: Welches Geschenk das Brautpaar freut

Veröffentlicht am 13.05.2026 um 00:01 Uhr – Von Jennifer Brodt – Lesedauer: 

Bonn ‐ Die Hochzeit der guten Freundin oder des guten Freundes steht bald an und die Suche nach einem passenden Geschenk scheint ziellos? Katholisch.de gibt Tipps, die beim Brautpaar gut ankommen.

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Eine der wenigen Einladungen, die heute noch postalisch versendet werden, sind häufig Hochzeitseinladungen. Wenn es die gute Freundin ist, die heiratet, hat man meist die Beziehung mit ihrem nun Verlobten mitbekommen und vielleicht sogar im Moment des Heiratsantrages mitgefiebert. Eine Frage, die bei geladenen Gästen häufig aufkommt, ist: Was kann ich dem Brautpaar schenken? Beliebt ist ein Geldbetrag, der mit einer schönen Karte in einem Briefumschlag als Finanzspritze für den Start in das Eheleben dienen kann. Doch gibt es auch andere Geschenke, die bei den zukünftigen Eheleuten gut ankommen.

Konkret werden

Wer es handfest mag, kann den Eheleuten etwas Nützliches schenken. Dabei sollte unbedingt auf die Wünsche der Paare geachtet werde: Häufig leben einige Paare beispielsweise schon zusammen und haben bereits einen gemeinsamen Haushalt. Fehlt da vielleicht noch etwas? Oder möchte das Paar ein Stück ersetzen? Da lohnt sich eine subtile Nachfrage. Ansonsten kann man es auch gern leichtnehmen: Mancherorts ist es Tradition, einen Baumstamm mitzubringen. Dieser kann von dem Brautpaar nach der Trauung vor der Kirche durchgesägt werden kann – als erstes gemeinsames Eheprojekt.

Ein junges Paar betrachtet auf dem großen Feldberg bei Frankfurt am Main (Hessen) den Sternenhimmel.
Bild: ©dpa/Daniel Reinhardt

Zeit zu zweit lohnt sich immer.

Zeit verschenken

Auch Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten sind eine Geschenkidee mit persönlichem Charakter. Der Klassiker ist das Abendessen zu zweit. Doch da geht noch mehr: Ist das Paar zum Beispiel abenteuerlustig, kann man eine Heißluftballonfahrt oder eine Kletterwanderung verschenken. Bei Begeisterungsfähigen kommen Puzzles oder Brettspiele gut an. Vorschläge für Reisziele oder Trip-Ideen, beispielsweise an Wallfahrtsorte, können auch in Form von schöngestalteten Karten gemacht werden. Um das Geschenk abzurunden, bieten sich Zuggutscheine an.

Wein

Im Johannisevangelium sind Jesus und seine Jünger zu einer Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausgeht, wandelt Jesus sechs große Krüge Wasser zu Wein. Ganz nach dem ersten öffentlichen Zeichen Jesu bei der Hochzeit in Kana kann eine Weinprobe verschenkt werden: Entweder als Termin bei einem Winzer oder direkt mit einem Korb voll auserlesener Weine. Es geht auch alkoholfrei mit Traubesaft. Dazu passt beispielsweise ein rustikales Brot oder die haltbarere Variante: Eine Anleitung zum Brotbacken.

Erinnerungen

Laut dem Heiligen Ignatius von Loyola ist die Rücklese, also das Nachdenken über das Geschehene, ein wichtiger Aspekt des Gebetes. Wer also gemeinsame Bilder in Form eines Fotoalbums verschenkt, fördert das gemeinsame Rücklesen. Auch kann man leere Fotoalben mir einer Polaroid- oder Einwegkamera verschenken – als Ort, um künftige Erinnerungen festzuhalten. Am Tag der Hochzeit können dann schonmal gemeinsam einige Bilder aufgenommen werden. Ist man bei der Planung der Hochzeit beteiligt, kann auch ein Gästebuch organisiert werden, wo sich Personen bei dem Fest verewigen können.

Ein Rosenkranz mit 10 Holzperlen und einem Bild der Muttergottes Maria.
Bild: ©katholisch.de / msp

Für das ghemeinsame Gebet: Ein Rosenkranz.

Schmuck

Mit christlichem Schmuck wie einer Kreuzkette oder der Ehrwürdigen- oder Benediktiner-Medaille liegt man selten falsch. Auch gibt es Ketten mit einem Senfkorn und darauf eingravierten Bibelzitat: Eine schöne Erinnerung daran, dass etwas Großes aus etwas Kleinem erwachsen kann. Je nach Typ kann man auch Ohrringe und Armbänder in ausgefalleneren Farben oder Mustern schenken. Generell gilt aber: Über hochwertigen, schlichten Schmuck, den man zu allem Tragen kann, freut sich jeder.

Für die zukünftigen Kleinen

Ist klar, dass das Paar einen Kinderwunsch hegt, kann nach dem Motto "Seid fruchtbar und mehrt euch" (Gen 1,28) auch schon für den zukünftigen Nachwuchs zum Beispiel mit einem Kuscheltier vorgesorgt werden. Auch ein paar grundlegende Ausstattungsstücke für das zukünftige Kinderzimmer bieten sich an. Dabei gilt es aufzupassen, um nicht in ein Fettnäpfchen zu treten: Denn das Paar sollte sich durch das Geschenk nicht unter Druck gesetzt oder in eine unangenehme Situation gebracht fühlen. Deshalb: Am besten nochmal mit einer anderen befreundeten Person darüber beratschlagen.

Gemeinsames Gebet

Ist das Paar gläubig, kann eine Ikone eine Anregung zum gemeinsamen Gebet für beide sein. Besonders bietet sich ein Bildnis der Heiligen Familien mit Maria und Josef an. Auch sind hochwertige und schön gestaltete Bibeln für das Ehepaar eine Einladung, gemeinsam das Wort Gottes zu lesen oder Maria mit einem Rosenkranz um ihre Fürbitte zu bitten.

Häufig freut sich das Paar aber auch einfach über die Anwesenheit ihrer liebsten Verwandten, Bekannten und Freunde. Gemeinsam kann man sich über das empfangene Sakrament freuen und die Frischverheirateten in sein Gebet aufnehmen.

Von Jennifer Brodt