Nach Schlaganfall-Gerüchten

Entwarnung beim Gesundheitszustand von Kardinal Erdö

Veröffentlicht am 15.05.2026 um 09:45 Uhr – Lesedauer: 

Budapest ‐ Aus konservativen Kreisen machten Gerüchte über den Gesundheitszustand des Budapester Kardinals Peter Erdö die Runde. Doch was ist dran an den Medienberichten? Katholisch.de hat die Hauptstadtdiözese angefragt.

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Wurden Falschmeldungen über den Gesundheitszustand des ungarischen Kardinals Peter Erdö verbreitet? Sein Erzbistum Esztergom-Budapest erklärte am Donnerstagabend gegenüber katholisch.de, der Kardinal befinde sich in guter gesundheitlicher Verfassung, sein Zustand verbessere sich kontinuierlich. Zuvor kursierten Berichte aus konservativen Kreisen, wonach Erdö einen Schlaganfall erlitten haben soll. In einer früheren Variante war sogar von einem Herzinfarkt die Rede.

Zwar wollte sich das Erzbistum nicht konkret zu einzelnen Medienberichten und Spekulationen äußern, erklärte jedoch weiter zum Zustand Erdös: "Nach der medizinischen Behandlung befindet er sich derzeit in der Genesung, und Seine Eminenz plant, die bevorstehenden Pfingstfeierlichkeiten gemeinsam mit den Gläubigen zu begehen."

Hintergründe unbekannt

Bereits Ende Februar dieses Jahres berichteten lokale Medien über den Gesundheitszustand des ungarischen Kardinals. Demnach soll er mehrere Notoperationen überstanden haben. Dennoch blieben die genauen Hintergründe damals wie auch heute unbekannt.

Erdö gilt als intellektueller und theologisch versierter Jurist sowie Kirchenrechtler und als Wortführer der Konservativen in der katholischen Kirche. An der Spitze der Hauptstadtdiözese mit den Doppelsitzen in Budapest und Esztergom steht er bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten. Von 2006 bis 2016 war er zudem Vorsitzender des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Im vergangenen Jahr wurde Erdö beim Konklave sogar als möglicher Nachfolger von Papst Franziskus gehandelt. (mtr)