Christliche Klimaschützer fordern strengere EU-Gesetze
Ein Bündnis von mehr als 100 christlichen Organisationen aus zahlreichen europäischen Ländern fordert von der EU mehr Einsatz für den Klimaschutz. In dem am Mittwoch veröffentlichten Appell heißt es, Europa stehe vor der Wahl: "den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen anzuführen oder sich auf die Seite der umweltschädlichsten Unternehmen zu stellen". Zu den Unterzeichnern zählen unter anderen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Caritas Europa sowie mehrere christliche Klimaschutzgruppen und Ordensverbände.
Gemeinsam fordern sie die EU auf, eine gerechte Energiewende entschieden voranzutreiben. Dies decke sich mit der Stimmung in der Bevölkerung. Umso befremdlicher sei es, dass die EU derzeit ihre eigene Gesetzgebung aufweiche und ihre Rolle als globaler Vorreiter im Klimaschutz vernachlässige. Verpflichtungen würden verzögert oder gelockert, Schutzmaßnahmen abgebaut.
"Schluss mit dem Aufschub bei der Klimapolitik!", erklärte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp zum Start der Kampagne mit dem Titel "Europa, bleibe unserem gemeinsamen Haus treu". Es sei an der Zeit, Gesetze zu machen, um ambitionierte Klimaziele zu erreichen. Konkret fordern die Initiatoren etwa die Einführung einer Sondersteuer für die Gewinne fossiler Unternehmen. Zudem verlangen sie eine Ausstiegsstrategie, um die Abhängigkeit der EU von fossilen Brennstoffen zu beenden – "für Kohle bis 2030, Gas bis 2035 und Öl bis 2040". (KNA)
