Pater erklärt jungen Zuwanderern deutsche Glaubenstraditionen
Jungen, englischsprachigen Menschen, die noch nicht lange in Deutschland sind, will er das christliche Glaubensleben nahebringen: Schönstatt-Pater George Arul Jeganathan nutzt dafür einen Instagram-Account der Deutschen Welle mit dem Namen "meet_thefaithful". Im domradio.de-Interview sagte er am Dienstag: "Jesus selbst ist auch eine Art Medium. Er ist als Wort Gottes auf die Welt gekommen." Heute sei es wichtig, Soziale Medien zu nutzen, "damit diese Botschaft zu den Menschen kommt", sagte er. "Wir müssen sozusagen ein Update machen, damit diese Botschaft von Jesus rüberkommt."
Im Mai habe er auf dem Katholikentag in Würzburg neue Kurzvideos für Instagram gedreht. Er finde es wichtig, dass Jugendliche etwas über diese "schöne Veranstaltung, die von den Laien organisiert wird und nicht vom Klerus" erfahren - auch, dass sie daran teilnehmen und etwas dazu beitragen können. Pater George nimmt sich vor allem "typisch deutsche Themen" vor, wie Fasching, den Palmsonntag, den Weißen Sonntag oder den "Pfingstochsen": "Für Menschen, die zum ersten Mal in Deutschland sind, ist das sehr interessant", betont er. Auch Maiandachten seien etwas Besonderes. Und das Thema Ökumene: Die werde in Deutschland "sehr gut gelebt", anders als in seinem Herkunftsland Indien: "Da sind die Konfessionen lange nicht so eng verbunden wie in Deutschland."
Der Pfarrvikar der Pfarrei Heilige Maria Magdalena Taunusblick im Bistum Mainz berichtet, in seiner Gemeinde wünsche man sich, dass der Instagram-Account auf Deutsch wäre. "Aber unser Ziel ist es ja, die internationalen Jugendlichen zu erreichen. Ich hoffe, dass im Laufe der Zeit viele junge Menschen davon mitbekommen", so Pater George. (KNA)
