DBK-Generalsekretärin sieht im Joggen eine Kraftquelle

Joggen bringt nach der Erfahrung von Beate Gilles Körper und Geist zusammen. Für die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ist das "keine spirituelle Erfahrung im eigentlichen Sinn", schreibt sie in einer Kolumne der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" (Mittwoch). Doch es gebe Momente beim Laufen, in denen sie die Nähe Gottes spüre: "vor allem dann, wenn ich es als Energiequelle erlebe", so Gilles.
Das erinnere sie an eine Bibelstelle aus dem Buch Jesaja: "Die aber auf den Herrn hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt." Die Generalsekretärin ergänzt, vielleicht liege genau darin das Geheimnis des Laufens: "dass die Kraft in der Gleichförmigkeit nicht nachlässt, sondern wächst".
Gilles: Oft braucht es langen Atem
In der Kolumne über geliebte Gegenstände beschreibt Gilles ihre grün-gelben Laufschuhe, die sie im Jahr 2015 beim New-York-Marathon getragen habe und seitdem in Ehren halte: "Für mich steckt in ihnen alles, was mir das Laufen bedeutet: aufbrechen, Tempo aufnehmen und durchhalten", schreibt sie. Diese Haltung helfe auch in der katholischen Kirche, wo man oft einen langen Atem brauche: "Etwa bei der Frage, welche Rolle Frauen spielen und wie es der Institution gelingt, die Welt, wenn auch nur ein bisschen, besser zu machen."
Als Generalsekretärin leitet Gilles seit 2021 das Sekretariat der DBK mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Bonn. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Bei der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung in Würzburg haben die deutschen Bischöfe Gilles im Amt als Generalsekretärin bestätigt. (mtr/KNA)