Interesse an kirchlichen Angeboten bleibt offenbar bestehen

Trotz sinkender Mitgliederzahlen gibt es nach wie vor Interesse an kirchlichen Angeboten. Das gilt zumindest für Deutschlands mitgliederstärkste Diözese: das Bistum Münster. So blieb die Zahl der Mädchen und Jungen an katholischen Kindergärten sowie an bischöflichen und gemeindlichen Schulen in etwa konstant. Bei den Schulen überstieg die Zahl der Anmeldungen 2024 erneut die Zahl der verfügbaren Plätze.
Ein Wachstum verzeichneten die katholischen Jugendverbände im Bistum Münster. 2025 waren rund 83.500 junge Menschen in solch einem Verband aktiv – etwa 1.700 mehr als im Vorjahr. Dabei ist die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) mit 20.100 Mitgliedern der größte Jugendverband in der Diözese.
Kirche hat immer weniger Mitglieder
Konstant blieb zudem die Nachfrage nach kirchlicher Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL). 2025 suchten fast 13.000 Menschen die 38 Beratungsstellen im Bistum Münster auf. Daneben gibt es weitere Angebote, etwa Beratungen für Geflüchtete, sowie die Dienstleistungen der Caritas.
Die Mitgliederzahl im Bistum Münster geht – wie in der gesamten katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland – nach unten. Lebten 2010 noch fast 2 Millionen Katholikinnen und Katholiken in der Diözese, waren es 2025 nur noch rund 1,6 Millionen.
"Wir sind in einer Minderheitensituation und wir werden auch weiterhin in eine tiefere Minderheitensituation hineinkommen", sagte Diözesanadministrator Antonius Hamers. Zugleich zeigten die Zahlen, dass die Kirche in die Gesellschaft hineinwirken könne. Sie setze sich für Menschen ein, die sonst keine Lobby hätten. Dies sei unverzichtbar. (KNA)