Vier Todesurteile in Nigeria nach Terroranschlag auf Kirche
Ein Gericht in Nigeria hat vier Männer zum Tode verurteilt, die des Anschlags auf eine katholische Kirche mit über 40 Toten und mehr als 100 Verletzten für schuldig befunden wurden. Ein fünfter Angeklagter wurde freigesprochen, wie nigerianische Medien am Mittwoch meldeten. Den Verurteilten im Alter von 20 bis 26 Jahren wird zur Last gelegt, am Pfingstsonntag 2022 in Owo im Südwesten des Landes die Kirche Saint Francis während eines Gottesdienstes überfallen und ein Blutbad unter den Besuchern angerichtet zu haben.
Das Bundesgericht in der Hauptstadt Abuja sah es den Berichten zufolge als erwiesen an, dass die Täter als Mitglieder der islamistischen Miliz Al-Shabaab einen Terrorakt verübten. Es war das erste Mal, dass ein derartiger Anschlag im Südwesten Nigerias stattfand. Islamistische Gruppen sind vorwiegend im Norden des Landes aktiv.
Für die Vollstreckung des Todesurteils ist die Zustimmung von Präsident Bola Tinubu nötig. Laut Medienangaben gab es seit etlichen Jahren keine Hinrichtungen mehr in Nigeria. (KNA)
