Tagung in Rom zu Synodalität

Professorin: Laien stärker bei Kirchenleitung beteiligen

Veröffentlicht am 08.06.2026 um 11:34 Uhr – Lesedauer: 

Rom ‐ Bei einer Tagung in Rom haben Kirchenvertreter über Leitungsformen in der Kirche diskutiert. Eine australische Professorin sprach sich dafür für mehr Laienbeteiligung aus – betonte aber die Rolle des Bischofs.

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Die australische Professorin Susan Pascoe hat sich dafür ausgesprochen, Laien stärker an Entscheidungsprozessen in der katholischen Kirche zu beteiligen. "Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Laien gemeinsam mit ihren Brüdern und Schwestern im Ordens- und Weihedienst zur Entscheidungsfindung im kirchlichen Leben beitragen können", sagte Pascoe laut Bericht von "Vatican News" (Sonntag) bei einer Tagung in Rom. Thema der Tagung war die "Inklusive Kirchenleitung in der Synodalkirche". Verschiedene Formen gemeinsamer Beratung und Mitentscheidung seien möglich.

Zugleich betonte Pascoe, "dass in jeder Diözese der Bischof die Entscheidungsgewalt hat". Die jeweiligen Institutionen der Diözese sollten in Gemeinschaft mit ihm handeln. Die Frage nach einer aktiven Beteiligung aller Getauften sei eines der zentralen Themen der Weltsynode gewesen. Nun liege ein besonderes Augenmerk auf der Ausbildung der Gläubigen für diese Aufgabe.

Der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Mario Grech, hatte das Symposium eröffnet. "Die Gemeinschaft – und nicht die Macht – ist der wahre Maßstab der Hierarchie", sagte er in seinem Statement. Die Teilnehmenden der Konferenz sollten offen für das Wirken des Heiligen Geistes bleiben und die Vision der Weltsynode von einer Kirche annehmen, die von Nächstenliebe, Mitverantwortung und Gastfreundschaft geprägt sei. (cbr)